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Sollen wir das Beste vergessen? : eine Nachwort zur Schulkonferenz
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Aber wie das alles im einzelnen eingerichtet werden sollte, das ist eine Frage, die, vvn allen Seiten ernstlich überlegt, leicht zu beantworten sein würde. Daß etwas in dieser Richtung geschehe, ist notwendig. Geht alles in der bisherigen Weise seinen Gang weiter, so wird der Nation mit Aus­nahme von wenigen bald das Verständnis für die Bedeutung des klassischen Altertums vollends verloren gehen. Das wäre aber gleichbedeutend mit dem Ende unsrer humanistischen Bildung.

Uralt und namentlich bei uns heimisch ist die Sage von dem Schäfer, der im Besitz der Springwurzel war, und den eine verzauberte Königstochter in einen Berg führte, dessen Inneres ihm die Wurzel erschloß. Da war er so entzückt und geblendet von den Kostbarkeiten, die er dort sah, daß er, soviel er nur konnte, davon zusammenraffte, aber die Springwurzel mitzunehmen ver­gaß, obgleich ihm die Fee zurief: Vergiß das Beste nicht! Seine Reichtümer brachte er nach Hause, aber den Eingang in das Innere des Berges konnte er nicht wiederfinden.

Wie viele kostbare Schätze uns auch das klassische Altertum schon gebracht hat, wir haben von ihnen keinen dauernden Gewinn, wenn uns das Beste fehlt, der Schlüssel, der es uns und unsern Nachkommen ermöglicht, immer vvn neuem wieder iu das Innere des Berges zu dringen, immer wieder neue Schätze zu heben. Dieses Beste, die Wunderblume, die anzeigt, wo Schätze verborgen sind, das ist die Lebendigerhaltung des Verständnisses und der Be­geisterung für die Herrlichkeit des klassischen Altertums. Sie muß gehütet werden, soll uus jenes uuverloreu bleiben.

Daudet als Humorist und Satiriker

von Gtto Buchwald

er erste Roman, der Daudets Namen weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinaustrug,Fromont^un. und Nisler ssn.", verdankt seinen großen Erfolg außer andern trefflichen Eigen­schaften dem bei französischen Erzählern nicht gerade häufig vor­handenen Humor. Besonders gefiel die Figur des verbummelten Schauspielers Delvbellc, der sich in seiner schäbigen Existenz an seinem frühern, nur vvn seiner Eiubildung geschaffenen Ruhm aufrichtet, vvn der Zukunft uoch große Erfolge erwartet, sich von der sauern Arbeit seiner Frau uud seiuer