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Land, wir sind von nun an dein? Und gegen das alles brauchte ich nichts in die Wage zu legen, als je nach sechs Tagen des Vergnügens einen Tag der Entsagung, einen Tag, der mir ohnedies nicht Langeweile bringen konnte, dn es der lustige blaue Montag war.
Der lustige blaue Montag — mir raubte er die Lust meines Lebens,
O Schändlichster! Heute erfüllt das beste Weib deineu heißesten Wunsch, und morgen schon dankst dn ihr mit Verrat! Ach! sie ahnte nichts von ihrem und meinem, also umso mehr ihrem Unglück, als sie mir das Tuch von den Augen nahm und über mein Erstaunen lachte, die Hände zusammenschlug und wieder lachte wie ein frohes Kind, indem sie zehnmal wiederholte: Siehst du, was der heilige Christ meinem Kinde beschert? Siehst du, was der heilige Christ meinem Kinde beschert?
Vor mir aber stand mit unzähligen brennenden Weihnachtslichtern besteckt jenes große schone Haus, das ich als Kind schon zu besitzen gewünscht hatte. An der Fassade des Hauses waren die herrlichsten Zieraten angebracht, und zwar, wie ich bald sah nnd roch, von dem gewürzigsten Pfesferknchenteig, von Mandeln strotzend und Zitronat, Einen großen Pfefferkuchen gab sie mir zum Kosten. Wie ich ihn breche, um ihn mit ihr zu teilen, habe ich den Schlüssel zu dem Hause in der Hand; der Pfefferkuchen war in den Kaufbrief geschlagen. —
Hier geriet der zweite Litterat in große Bewegung. Wiederholt schlug er sich mit den Fäusten vor die Stirn, indem er mit kläglichem Tone rief: Und all dies Glück mußtest du stören! Dn selbst! Was dn durch Mannes- mut errungen, mußtest du durch die erbärmlichste, kindischste Leichtgläubigkeit verlieren! Ach mir selbst scheint es jetzt unglaublich! Blauer Montag! Blauer Montag! Was für ein schwarzer Fleck bist du in meiner Geschichte!
(Fortsetzung folgt)
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Stlicker in Baden. Der Verfasser des Aufsatzes über Stöcker in Nr. 47 der Grenzboten bezeichnet die Ansicht, Äußerungen der Großherzöge von Baden und Hessen hätten den Sturz Stöckers herbeigeführt, als irrig; „Stöcker hat die Judenfrage bei seiner letzten Anwesenheit in Baden kaum gestreift, in Hessen- Darmstndt unsers Wissens nie öffentlich gesprochen." Wie währ das ist, sieht man mit Beziehung ans Baden aus der jetzt im Verlag des christlichen Kolportagevereins zu Gernsbach erschienenen Rede, die Stöcker am 10. Oktober in Villingen gehalten hat. Daß über diese Rede, die den Zuhörern die Liebe zum Vaterlande, zur Monarchie