Beitrag 
Trapa natans : eine Erzählung : übersetzt von Therese Lorck :
(Schluß)
Seite
376
Einzelbild herunterladen
 

370

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Hiermit endigt eigentlich die Geschichte vv» Olnf Blau und l'mx-t nsttms, aber der Vollständigkeit wegen will ich doch noch etwas hinzufügen.

Zwei Monate nach der hier erzählten Begebenheit war ich zur Hochzeit in Östbäck, nnd nächstes Jahr stand ich auf Krngebjerg Gevatter bei einem Sohn, der in der Taufe den Namen Helmer Nedsted Blan empfing; ich schlug vor, daß der Junge gleichzeitig 'I'i'n^>. heißen sollte, aber daovu wollte der Vater doch nichts wissen. Im ganzen hatte es den Anschein, als ob sich das Interesse für 'Irupg, bedeutend abgekühlt hätte. Deuuoch freute es ihn natürlich, davon zu hören, als der fossile Samen der Hornnnß nach einigen Jahre in ein paar Sümpfen der Insel Laaland gefunden wurde, uud da die Pflanze wirklich später in einigen südschwedischen Seen wachsend vorkam, so bestärkte ihn dies in der Hoffnung, daß er auch uoch einen Olufsen finden würde, der eigentlich ein Blau war uud von dem sein Urgroßvater abstammte.

Oluf Blau war ein glücklicher Mann — nur zu glücklich, sagte er selbst, als ich ihn das letztemal besuchte. Er vergötterte seine Frau, die ihu ihrer­seits als Entgelt dafür im Großen wie im Kleinen bewunderte, nnd er war unendlich stolz auf seinen Stammhalter. Ich habe Ebba gefunden, sagte er, und einem Sohne das Leben gegeben — nun habe ich eigentlich nichts mehr zu thun, wie mir scheint!

Aber eine Mission hatte er doch noch. Der Krieg brach aus. Blan hatte nie zu denen gehört, die große Worte über Vaterland und Patriotismus machen, uud das that er auch jetzt nicht; aber ich bin überzeugt, daß er sich als eine Art Vasall betrachtete, dessen Pflicht es sei, sich unter die Fahne zu stellen, wenn der Lehnsherr waffeutüchtige Mcmnschaft aufbietet. An einem kalten Wintermvrgen ritt er von Kragebjerg fort, nachdem er Abschied von Frau und Kind genommen hatte, wie es sich für einen mannhaften Ritter geziemt, der ins Feld geht, meldete sich bei seinein alten Regiment und fiel während einer Rervguoszirnug südlich von Danevirke.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Deutschland in englischen Anschauungen. Wenn in jüngster Zeit bei Gelegenheit des deutsch-englischen Abkommens über Afrika von vielen Seiten der größte Wert ans Englands Freundschaft gelegt wordeu ist, sv muß es für uns wichtig seiu, die heute jeuseits des Kanals über deutsche Verhältnisse herrschende Stimmung kennen zu lerueu. Diese geht nun Wohl am deutlichsten ans einem soeben veröffentlichten Artikel der (Znartorl^ Ksvlov, einer der angesehensten eng­lischen Monatsschriften, hervor; freilich ist das Ergebnis ganz anders, als die, die