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Die Beschränkung der Arbeit
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Die Beschränkung der Arbeit

ie für den 1. Mai geplante großartige Knndgebnng der Arbeiter für Einführung des achtstündigen Arbeitstages ist im wesentliche!? mißlnngen. Damit ist aber die Frage noch nicht ans der Welt geschafft. Nun glauben wir freilich, daß die sozialdemokratischeu Führer, die den achtstündigen Arbeitstag ans ihre Fahne ge­schrieben haben, kaum zu den Lesern dieser Blatter gehören werden. Immerhin aber lohnt es sich, daß man sich auch in andern Kreisen darüber klar werde, was daraus werden würde, wenn wirklich einmal der Versuch gemacht werden sollte, den abgekürzten Arbeitstag einzuführen.

Ohne Zweifel denken sich die Arbeiter die Sache so: es soll ihnen künftig sür acht Stunden Arbeit derselbe Lohn gezahlt werden, den sie jetzt, sagen wir lur zwölf Stuudeu Arbeit erhnlteu. Daun, meinen sie, könnten sie gerade so fortleben wie bisher, hätten aber, statt der bisherigen vier, fortan acht Feier­stunden zu ihrer Erholung. In diesem Glauben liegt aber eine arge Täuschung.

Das Maß nnsers Wohllebens wird bestimmt durch die Summe der Güter, ^ wir erzengen. Das Geld, das jeder verdient, bestimmt unr deu verhältnis­mäßigen Anteil, zu dem jeder Einzelne an der Summe dieser Güter teil­nimmt. Deshalb ist das Geld, das wir auszugeben haben, relativ gleichgiltig. senken wir, daß Nur in der Lage wären, im Vergleich zu bisher das Anderthalbfache der Güter zu erzeugen, so würden wir auch sofort anderthalbmal so viel an Gütern zu verzehren haben uud daher weit besser lebeu können, auch wenn wir nicht mehr als bisher an Geld besäßen. Es würden nämlich Güter, die wir zum Lebeu brauchen, so wohlfeil werden, daß wir für dasselbe Geld anderthalbfach so viel laufen könnten.

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