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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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erreichbares gelobtes Land verleiht? Nein, es bleibt bei dem zunächst nicht wirkungs­losen, aber in der unfruchtbaren Wiederholung doch immer unwirksameren: Das muß anders werden! Es bleibt bei einein bedrohlichen, nervenerregenden Auf und Nieder. Mau fühlt sich schließlich überströmt, überschwemmt im eignen Hause, wie von einer zerplatzten Wasserleitung! Wohlverstanden, Wasserleitung! Die wirkliche« Quelle» aus der Erde Schoß geberden sich doch anders. Und man fängt mitten >« diesen Gewässern, an zu dürften nach einem wirkliche« Erloserworte, «ach dem Anblick eines leibhaftigen Rembrcmdtbildes, «ach einer einzige« Zeile eigner Dar­stellung nicht eines Zauberlehrlings, sondern eines der angerufenen Meister selbst! lind man eilt ,,dahin! dahin!" und trinkt sich dort erst wieder gläubig, ruhig und gesund. ,,Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst."In die Ecke, Besen, Besen! seidS gewesen,"

Als ich seinerzeit erst ein Stück iu das Bnch hineingelesen hatte, schrieb ich dem, Verfasser, der sich nur inzwischen als solcher enthüllt hatte!Ich danke Ihnen von Geist und Herze« und fühle, mich Ihnen zugehörig." Ich bereue das mich keineswegs; ich hätte mich nur später etwas anders ausdrücken müssen. Aber wie viel, wie vieles müßte man sage«, um hier einigermaßen recht verstanden zn werden. Ein zweites Buch müßte man schreiben zur Zustimmung. Entgegnung, Ergänzung! Ich habe uicht die Stimmung nnd Lust zu solcher Mühsal, möchte 'Mch zuversichtlich hoffen, daß der weiterstrebende Verfasser des ersten nnch dies zweite noch einmal selber schreiben wird. Aber Ware ich gezwungen, es zu thun, W wohl oder übel ichs eben vermöchte, ich würde zum Titelbilde ein ganz andres Selbstporträt Rembrandts wählen. Kennen Sie das Greisenbildnis iu Berliner Privatbesitz, früher der Galerie Double in Paris zugehörig nnd bei Dutuit wieder­gegeben? Nembraudt, der Alte, ist von der Staffelei zurückgetreten nnd steht mit einem Lachen, das ergreifend und abstoßend zugleich wirkt, vor einer antiken Büste. /.Weshalb sagt W. Bode in seiner Beschreibung des Bildes --. weshalb lacht der alte Mann so herzhaft? Wir können den Grund nicht erraten," Also ^ü> Rätsel. Löse», will auch ich es nicht, aber ich würde versuchen, es zu deuten, »nd die Deutung sollte auchdeutsch" ausfallen, wenn auch nicht gerade niederdeutsch.

Doch geuug. Was Sie zur Bestätigung Ihrer eignen Annahme von mir wisseu wollten, war nnd ist sa nur das, daß ichRcmbrandt als Erzieher" uicht geschrieben, also dasGold" dieses Buches uicht, aber auch nicht jenes gewisse Minderwertige Metall geliefert habe, das hier in so nnverhältnismässtger Ansgiebig- «'>t mitverwendet ist, Ihr

Dresden, März 1890 Mlrrrm Schnbart

Litteratur

'innernngen eines deutschen Offiziers. 1848 1871. Bon I. Hartmann, königlich preußischer (scher!) Genercilleutnmn z, D. Dritte unveränderte Auflage, Wiesbaden,

I. F. Bergmann, 189N

Großartige Begebenheiten, die lief in die Geschicke ganzer Völker eingreifen, ^gen auf die Phantasie der Zeitgenossen wie ein befruchtender Gewitterregen zu rke«. Persönliche Erlebnisse, Eriuuerungen nnd Gedenkblätter sprießen überall