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Wie ich Herrn Madsen kennen lernte : eine kleine Jägergeschichte : übersetzt von Therese Lorck : (Schluß).
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Wie ich Herrn Madsen kennen lernte

Eine kleine Iögergeschichte von Sophns Lauditz Übersetzt vvn Therese Lorck (Schluß)

adseu uud Flvrn waren schon an der Briicke, nls ich ankanl, und wir wurden ohne Uinstände von der Schildwache dnrchgelasseu.

Zunächst mußten wir uus am Ufer halten, denn die Ar­tillerie hielt Schießübungen. Wir erbeuteten einige Vrachschuepfeu nud gelangten allmählich mehr in die Nähe des Schießplatzes. Madsen stand auf einem kleinen Erdwall, als einige hundert Ellen seitwärts eine Granate platzte und man die Kartätschen pfeifen hörte. Obwohl ein Un­glück unmöglich war, erschrak ich doch, als ich auf einmal Madsen auf der Nase liegen sah, beruhigte mich aber sofort, als er im besten Wohlsein, wenn auch mit dein Schrecken im ganzen Gesichte, wieder aufstand.

Soll mich der und jener holen! Die Bestien schieße» scharf, und man kann eius dabei wegkriegen, daß man sich den Tod holt. Lassen Sie uns schleunigst wieder nach dem Ufer zu gehen. Es ist ein greulicher Gedanke, daß sie mit solchem Teufelskram auf lebendige Menschen schießen, nnd was mag so ein Granatending kosten!

Das weiß ich uicht, vielleicht eine Mandel Kronen oder mehr. Das ist doch großartig, davon könnte ein anständiger Mensch vierzehn Tage leben. Gott, was doch alles in der Welt unnütz draufgeht, uud wie sonderbar alles verteilt ist! Da wohnt mir gegenüber ein Fräulein Jensen, vielleicht kennen Sie sie? Nein? Es ist die Tochter des Fleischers Jensen, und sie erbte als einziges Kind den ganzen Kram. Nun srage ich Sie, liegt nmhl eiu Sinn darin, daß so ein einzelnes Frnnenzimmer eine große Woh­nung mit allen möglichen Bequemlichkeiten inne hat uud mehr nls dreitausend Kronen nn Zinsen zu verzehren? Sie könnte doch recht gnt einen Mann nnd etliche Kinder mit solchem Einkommen ernähren!

Ich blickte Madsen nn, um mich zu überzeugen, ob er etwa einen Witz wachen wollte, aber es prägte sich eiu tiefer Erust in seinem Gesicht aus.