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Antoine Watteau.
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Litteratur

Verdienst seines Biographen. Nene Aktenstücke hat er nicht aufgefunden, und andre wichtige Eutdeckuugen hat er auch nicht gemacht. Aber er hat alle vor­handenen, für die Lebensgeschichte Watteaus verwendbaren Zeugnisse voll­ständiger und übersichtlicher zusammengestellt und verwertet als alle seine Vorgänger uud eine zusammenhängende geschichtliche Darstellung von Watteaus Lebeus- und Entwicklungsgang geboten, gegen die sich triftige Einwendnilgen kaum werden erheben lassen. Nach der unübertrefflichen wissenschaftlichen Analyse, die Robert Dohme iu mehrern Eiuzelschriften nnd Abhandlungen von Watteaus Werken gegeben hat, hat sich Hannover mit Recht auf eine abermalige Würdigung aller Gemälde des Künstlers uicht eingelassen, ebenso wie er die ornamentalen und dekorativen Schöpfungen Watteaus uicht in den Kreis seiner Betrachtung gezogen hat, weil diese nur im Zusammenhang mit der gesamten Geschichte des Ornaments richtig verstanden nnd geschätzt werden können. Was aber das innerste Wesen des Künstlers nnd seine Bedeutung für die Kultur- uud Knnstgeschichte ausmacht, hat er, wie wir glauben, iu großen Zügen endgiltig festgestellt.

Berlin Adolf Rosenberg

Litteratur

Elias, der Prophet. Ein althebrnischeS Epos, besprochen in elf Predigten von Moritz Schwalb, O. tüsol., Prediger zu Bremen. Leipzig, O. Wignnd, 1889

Der Verfasser oder sagen wirKanzelredner" ist den Lesern schon als ein der Linken des Protestantenvereins angehvriger Mann bekannt. Den. Vorzug hat er, daß er nicht mit seinen Meinungen hinter dem Berge hält und keine Ver- nnttlnngstheologie Pflegt. Seine Zuhörer legen ihm auch keine Rücksichten auf. Da ihn Wunder auch nicht stören, so bewegt er sich völlig frei in seinem Text, den er als ein nachbabylvnisches Epos behandelt, und der für manche gute oder auch triviale Gedanken einen hübschen Anknüpfungspunkt bietet. Elias ist ihm ein Typus, ein negativer Prophet, er verschließt den Himmel, er leugnet den Himmel, er leugnet die Götter. So ist auch Jesus ihm negativ, er verwirft die pharisäische Gerechtigkeit, die Gesetze von unreinen Speisen, spricht von der Zerstörung des Tempels, vertreibt die Verkäufer, kürz, er ist ei»negativer" Mann. So auch Paulus, so die Reformatoren, natürlich auchwir freisinnigen Protestanten." Er hält sie freilich alle für sehr Positiv, dagegen sind ihm die positiven negativ oder vielmehr feig gegenüber der Wahrheit, der Vernunft und der Geschichte. Die Naben am Bach Krith sind auch die negativen Gedanken, die Zweifel, die Elias nagten. So müssen auch die Prediger den Leute» manche Gedanken stehlen, wie es die Naben thu»,