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England und Frankreich am Nil
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gute Verzinsung ihrer ägyptischen Papiere, ohne Wagnis und Kosten ihrerseits von den Engländern so trefflich besorgt werden.

Ju seiner letzten Guildhallrede hat der leitende Minister Großbritanniens den Franzosen auf ihre Beschwerden geantwortet. Nachdem er die Wohlthaten der englischen Einmischung: Wiederherstelluug des Friedens, Erhaltung der Ordnung, Beseitigung der verderbten Gerichtspflege, Besserung der Finanzen und Ermäßigung der Steuer» aufgezählt und auf die durch Emiu Paschas Besiegung gesteigerte Gefahr vom Mahdismus des Sudan hingewiesen hatte, erklärte er:Wir haben es unternommen, Ägypten zu stütze», bis es imstande ist, sich selbst gegen jeden heimischen uud auswärtigen Feind aufrecht zu er­halten." Die Notwendigkeit solcher Stützung wird verstärkt durch die Befürch­tung, daß ein schließlicher Sieg der religiösen Schwärmer und der Sklaven­händler am obern Nil in den Gebieten am untern Stromlaufe die von England seit Jahrzehnten und neuerdings auch von uns mit diesem gemeinsam bekämpfte Sklaverei in erschreckendem Maße ausbreiten würde. Frankreich begünstigt den Handel mit Meuschcnfleisch, indem es seine Flagge Schiffen mit Negerladungen leiht und sich der Durchsuchung solcher Schiffe widersetzt. Diesen Handel in Jnnernfrika zu unterdrücken, ist vorläufig unmöglich. Aber die Ausfuhr über die Grenze des Sudan läßt sich sehr wohl verhindern, wenn Ägypten von Gegnern des schändlichen Geschäfts beaufsichtigt und verwaltet wird, uud so ist das Verbleiben der Engländer am Nil auch aus diesem Grunde zu wünschen.

Flugschriften aus Österreich

as Jubiläum der Taaffischen Ära es war im August zehn Jahre, daß Graf Tcmffe von der Krvue zur Leitung der iuuern Angelegenheiten Cisleithanicus berufen worden ist hat Anlaß zu einer Reihe von Flugschriften über die innere Lage Österreichs uud insbesondre über die der Deutscheu gegeben. Wir greifen einige davon heraus, von denen jede eine andre politische Richtung bezeichnet. Ju die österreichischen Parteiverhnltnisfe der Gegenwart, die den Reichsdeutschen immer noch verworren und schwer verstündlich erscheinen, führen sie besser ein, als es eine allgemeine Schilderung vermochte. Vieles freilich wird nach wie vor dnnkel bleiben, und auch neue Befürchtungen über die Zukunft der Deutscheu in Österreich, ja über die Zukunft der Monarchie selber drängen