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Der neue trojanische Krieg
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Der neue trojanische Krieg

ie selbstherrliche Art, in der Professor Virchow auf dem Anthrv- polvgenkongreß zu Wieu ein Sendschreiben des Hauptmanns Ernst Boetticher in Angelegenheit der Ausgrabungen von Hissarlik abfertigte, hat bei allen Unparteiischen peinliches Aussehen erregt. Sollte es seine Absicht gewesen sein, den Gegenstand dadurch, daß er ihn von der Tagesordnung jener Versammlung strich, überhaupt zu beseitigen, so dürfte er das ungeeignetste Mittel ergriffen haben. Denn natürlich wird man begierig, zu erfahren, worin denn die Taktlosigkeit bestehe, durch die Boetticher eine derartige Behandlung verschuldet habe. Ist sie in seinem Offenen Sendschreiben" an den Kongreß enthalten, oder in der mit diesem eingereichten Schrift: 1^ Irois Äo Kvluismaun uns nvoroxols Z. inoirisration ü, 1a ins-nim-g ass^ro-ba^loniöQniz (I>ouvk,in, 1889)? Daß er in dem erstern gewisse Behauptungen Schliemcmns und seiner Anhänger für falsch erklärt und auf Widersprüche in den Angaben und Deutungen in den verschiednen Büchern Schliemcmns hinweist, kann nicht gemeint sein, da er in jedem Falle den Beweis antritt. Streitig ist die ganze Sache noch, und zwar nicht allein zwischen Schliemann und Genossen einerseits uud Boetticher anderseits; Boetticher kann irren, aber er setzt nicht einfach Behauptung gegen Behauptung, und es wäre doch etwas ganz neues in der wissenschaftlichen Welt, wenn jeder Versuch einer andern als der zuerst gegebenen Auslegung alstaktlos" zum Schweigen gebracht werden sollte. Sehen wir aber von diesen Punkten ab, so bleibt nur noch eine Stelle in dem Sendschreiben verdächtig, nämlich folgende:Die Sache steht schon längst so, daß die allgemein gehaltenen Redensarten nicht mehr am Platze sind." Wollte etwa Professor Virchow nur zeigen, daß nach seiner Ansicht jene Frist noch nicht abgelaufen sei? Oder war es taktlos, mitzuteilen, daß Boetticher sich genötigt gesehen hat, den Kampf in französischer Sprache und in einer belgischen Zeitung fortzuführen, weil er in Deutschland nicht mehr zum Worte kommen konnte?

Die Schrift ?rois äs 8<Misiug.im wird durch ein Vorwort des Uni- versitätsprofessvrs L. de Harlez in Löwen eingeleitet, das sich zwar für die Untersuchungen Böttichers ausspricht, aber zugleich den Verdienste,: Schliemcmns in vollem Maße Gerechtigkeit widerfahren läßt. Der belgische Gelehrte gedenkt