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Die großserbische Idee. 2
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Die großserbische Idee

ürften wir mich der Sprache urteile», so gehörte«: außer den Bewohnern des Königreichs Serbien, das eine Bevölkerimg von etwas mehr als anderthalb Millionen hat, wenigstens noch vier nnd eine halbe Million Menschen zu einem Staate, der alle Serben in sich vereinigte; denn auch die ungarischeil Naizen, die Kroaten und Dalmatiner, die Montenegriner, die große Mehrzahl der Bosnier und Herzegowina und weite Kreise in Maeedonien uud Altscrbien sprechen serbisch. Die Sprache entscheidet nun in solchen Fragen allerdings nicht, wenigstens nicht allein. Gleichwohl rechnet die grvßserbische Idee mit ihr und beweist uach ihr deu Umfang des Reiches, das ihr für die Zukunft vorschwebt. Die Ansführung dieser Idee wird aber von den sich dafür interessirenden Parteien sehr verschieden gedacht, von den Führern und Mitgliedern der Omladina z. V. weseutlich nuders als von der serbischen Regiernng und von deu nicht zu jenem. Berschwörerbuude zähleudeu ungarischen Serben, und wieder sehr anders von den russischen Slawophileu, zu denen wir jetzt bis zu einem gewissen Grade auch den Zar Alexander rechnen müssen. Die Regierung in Belgrad hat nur insofern etwas für die großserbische Idee gethan, als sie nnter Fürst Michail und später in den ersten Jahren Milans durch Gründuug von Schulen einigermaßen für die maeedonischen nnd altserbischen Stammes­brüder sorgte. Die Omladina möchte gewaltsam ein grvßserbisches Reich mit radikalen Einrichtungen, am liebsten eine Republik gründen, die zunächst Bosnien und die Herzegowina, dann alles, was in Österreich-Ungarn das Serbische seine Muttersprache nennt, umfassen soll. Wie Nußland sich zu der Sache gestellt hat und jetzt dazu stellt, wollen wir etwas ausführlicher zeigen. Grmzbotm III 1LM öl