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Der Aufstand auf Kreta
ieder einmal brennt es in Kretas Bergen, regt sich der Pan- hellenismns und erhebt sich eins der vielen Schlangenhänpter der orientalischen Frage aus dem Sumpfe des Türkenreiches. Während alle Großmächte, wenn wir ihren wiederholten feierlichen Versicherungen trauen dürfen, nichts sehnlicher wünschen als Erhaltung des Friedens und Vermeidung aller Aufregung und jeder völkerrechtlichen Streitigkeit, ist auf Kreta alter Haß von neuem in einein Aufstande aufgelodert, der' die Nachbarschaft in sein Bereich zu ziehen droht und Welt über die Küsteugreuze hinaus Unheil anrichten kann. Daß die immer wiederkehrenden Wirren ans dieser Insel eine Quelle von Gefahre« für die Levante und für die Unverletzlichst dessen sind, was nach dem Berliner Frieden w-'n dem Reiche des Grvßherrn noch übrig ist, wird sich ans einer kurzen Darstellung der Lage der Dinge und dessen, was ihr vorausging, ergeben.
ist eine ähnliche Lage wie die, die wir 1»67 vor uns hatten; ausgenommen, »aß die beschränkte Selbstregierung. die den christlichen Anfständischen damals auf ihre Forderungen zugestanden wurde, jetzt als passender Vorwand dienen muß, von der Pforte weitere Zugeständnisse zu beanspruchen, die dem Sultan ungefähr so wenig Verfüguugsrecht über die unbotmäßige Insel lassen würden, als er in Ägypten noch besitzt. Jetzt, wie vor zweinndzwanzig Jahren, fordern dle Christen Kretas die Vereinigung des Landes mit Griechenland oder doch m-e svlche politische Selbständigkeit innerhalb des türkischen Reiches, welche gleiche» Wert mit thatsächlicher Unabhängigkeit haben und sie befähigen würde, zu gelegener Zeit ihren Anschluß an das neue Hellas anzusprechen und durchzusetzen. Zum Unglück aber für diesen Teil der Bevölkerung giebt es auf der
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