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Die nordschleswigsche Mundart
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Neue Erzählungen

werft» sie gewöhnlich mich der ^vnfiriuativn über Äord und nehmen die plattdentschen Bezeichnnngen an, wovon man sich ans allen Niehmärkten iiber- ze»ge» kann.

Auf die übrigen Wortklassen einzugehen, halte ich nicht fiir nötig, da später hin und wieder Rücksicht auf sie genommen werden wird.

(Schluß folgt)

Neue Erzählungen

echs Novellen, von denen eine noch aus dem Jahre 185tt stammt, während die andern alle im letzten Jahrzehnt ent­standen, sind von Hermann Lingg zn einem neuen Äande vereinigt nnd nnter dem Titel Furchen (Stuttgart, Bonz, 1889) heransgegebe» worden. Den Titel erläutert das herbe Motto:

Der Riß, der durch die Schöpfung klafft, Geht mitten cmch durchs Menschenherz, Er teilt es in die Doppelkraft Voil Haß und Liebe, Lust nnd Schmerz Und wird zur Furche für die Saat Der guten nnd der Unglncksthat.

Wir werden also ans vorwiegend tragische Erzählungen vorbereitet, und diese Erwartung wird auch erfüllt. Es sind wahrhaft erschütternde Geschichten, die uns Lingg erzählt. Dn kommt eine Äbtissin in die Lage, den Sohn ihrer verborgen gebliebnen Jugendliebe vor dem Tode durch den Henker retten zu müssen. Mit ihrer Würde ist das Necht der Begnadigung armer Sünder verbunden; aber nnr einmal darf sie dieses Recht ausüben, nnd sie hat es schon einmal ansgeübt, bevor ihrem eignen wilde» Sohne (es ist die Zeit des dreißigjährige» Krieges) der Tod drohte. Um ihn im» zu retten, bereitet sie sich selbst den Tod, um das Vegnadignngsrecht der Nachfolgerin z» verschaffe», die sie zn diesem Gnadenakt vorher sich eidlich verpflichten läßt. Eine erhabne Sühne! Eine großartige Frauengestalt, diese Äbtissin in der erste» Novelle Nnr einmal." Die zweite,Äschylns," führt nns mit dem Regiment bairisch- Philhellenischer Freiwilligen im Jahre 18^ nach Griechenland. Der Wittels- bacher auf dem griechische» Throne hatte gege» die wilde» Palilure» zu kämpfen, die das türkische Joch abschütte!» hälfe», sich aber der vo» ganz