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Friedrich der Große als Musiker
Und zweitens: die „Stimmen vvn Maria-Laach" beschuldigten vvr etwa sieben Jahren den Kaiser Joseph II., daß er bei seiner „Nefvrm im Sturmschritt" den heiligen Benno und den Papst Gregvr VII. „ans dem Brevier geworfen" habe. Das ist sv unrichtig wie grob. Der Kaiser hat weder den einen noch den andern der Verehrung der Glmibigen entzogen, sondern nur einzelne Abschnitte aus ihrer Lebensgeschichte zn verlesen untersagt.") Diese Abschnitte lassen sich auf den Markgrafen von Meißen nicht ein, sie handeln nur vvn dein Kampfe zwischen Reich uud Kirche im großen, vvn dem Widerstaude, den Gregvr „als Maner für das Hans Israel" dem Kaiser geleistet, von der Kühnheit, mit der Bennv, „fast der einzige nuter den Deutschen." dem Papste sich angeschlossen, nach Rviu zur Kircheuversmnmlnng eine Reise unternvmmen und ihre Beschlüsse unterzeichnet habe. „Anstößig" saud das Joseph II. nicht auf Grund geschichtlicher Kritik, etwa weil Bennos Anwesenheit in Rom unter Gregor und überhaupt seine „Einzigkeit" keine Gewahr habe, sondern vom Standpunkte der Staatshoheit, deu er, wie einst Heinrich IV., zu wahren bedacht war. Diesen Standpunkt wird kein Inhaber des römischen Stuhles jemals einnehmen. Aber hat nicht der gegenwärtige Papst durch das Wohlwollen, das er unserm Feste bezeigte, durch die Huld, mit der er unsrer Erinnerung an das Ereignis, dem es galt, unserm freudigen Gedenken an die Handlung Heinrichs des Saliers und Heinrichs des Wettiners inmitten jenes großen Kampfes beistimmte, wenigstens knndgegeben, daß er keineswegs wie fein Vorgänger Urban, „wandelnd auf dem Wege Gregors, alles verwerfe, was- dieser verwarf, alles verdamme, was dieser verdammte"?
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or kurzem brachten die Zeitungen die Nachricht, Prvfesfor Spitta in Berlin, der Verfasser der bekannten großen Biographie Johann Sebastian Bachs, habe beim. Kaiser eine Audienz gehabt. Eine Veranlassung war uicht angegeben. Was die Veranlassung gewesen ist, ist nun nicht schwer zn erraten: vor wenigen Tagen ist in der Verlagshandlnng von Breitkvpf und Hürtel in Leipzig der erste Band eines hervorragenden Verlagsunternehmens ausgegeben worden, der Mnsika-
*) Da die „Stimmen vvn Maria-Lasch" (Ergänznngsheft 19, 235) ihren Gewährsmann nicht nennen, so sichren wir ihn an: es ist Sebastian Brnnner (Mhstericn der Aufklärung in Österreich S. 16Z—166); auch er hat sich, obgleich ihnen gesinnnngsverwandt, eine Entstelln»« gefallen lassen müssen.