Der Ginbruch der Derwische in Ägypten
ie ^'cige Ägyptens, die sich seit fünf Jahren stetig gebessert hatte, sodaß man der Frage nahe schien, ob es sein englischer Bormund nicht bald an der Zeit finden würde, das Land seiner eignen Fürsorge zu überlassen, hat sich in der letzten Zeit ganz plötzlich bennrnhigend, wenn auch nicht gerade beängstigend gestaltet. Der Mahdi und seine Derwische, seit Monaten still und uuregsam, haben begonnen, sich wieder zu rühren, und führen, wie es scheint, große Dinge im Sinne, sie schicken sich an, ihren alten Plan zu verwirklichen, das Nillaiid bis aus Meer zu erobern. England erntet jetzt, was es gesät hat, als es vor Ehartum umkehrte und Gordvn im Stiche ließ. Die sanatischen Männer des Sudan, die es fertig brachten, drei britische Generale zn besiegen, die die ägyptischen Truppen, von ihnen in vier oder fünf Schlachten geschlagen, mit Recht gering achten nnd in ihrer tiefen Unwissenheit keine Ahnung von der eigentlichen Macht Englands haben, glauben vermutlich wenig zu wagen, wenn sie trotz des Schutzes, den die englischen Safirs dein Chedive gewähren, zum Angriffe gegen diesen vvrrücteu. England aber hat sich zu dessen Verteidiger selbst bestellt, es kann die Folgen seiner eignen Beschlüsse nnd Handlungen nicht von sich weisen. Allerdings war es nicht der jetzige oberste Leiter seiner Politik, sondern dessen Vorgänger Gladstone, der die Besetznng von 1882 anordnete, aber dieser Schritt, der einzige entschlossene einer sonst fast immer mark- und mutlosen Regierung, war entschieden notwendig und umungünglich. Als Arabi Pascha sich die Verfügung über alle Streitkräfte und Hilfsquellen des Landes verschafft hatte, den Schwächling Tewfik beherrschte und den Fanatismus der mnslinischen Bevölkerung gegen die Fremden aufstachelte, geriet der gesamte Fortschritt des Landes ius Stocken und das Greuzbvten III 1889 1!)