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Psychophysiologie
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Wilibcild pirkheimer und die Reformation

gebenheit notwendig, zn wissen, ob die Seelenmonaden andrer oder gleicher Art sind wie die Körpernlvuaden.

Der Leser möge verzeihen, daß wir ihn mit so bekannten nnd selbst­verständlichen Dingen behelligen. Aber wenn uralte Irrtümer, die viel Ver­lockendes für die Masse haben, als neue Weisheit angepriesen werden, dann ist es Pflicht, anch die alte Widerlegung zn wiederholen.

Neiße Aarl Jentsch

Wilibald pirkheimer und die Reformation

nter den deutschen Humanisten, die dem Wittenberger Mönch bei seinem ersten Auftreten willig Gefolgschaft leisteten, befand sich auch Wilibald Pirkheimer, der angesehene Ratsherr Nürnbergs. Aufgewachsen in der stolzen Geldstndt an der Pegnitz, die im Binnenlande als die Königin der Städte galt, hatte er als Jüngling auf dein ältesten Kulturbvdeu des damaligen Abendlandes geweilt, hatte in Pndua und Pavia die Rechte studirt und sich zugleich klassischen Studien nnd den schönen Wissenschaften gewidmet, woranf er, ganz erfüllt von dein neuen Bildungsideal, in die Heimat zurückkehrte. Im Vollbesitz der neueu Bildung, ein echter Svhu der Renaissance, war er von erstaunlicher Vielseitig­keit und Geschäftigkeit. Nichts Menschliches blieb ihm fremd; in allen Wissen­schaften tummelte er sich, und nicht nur in der Poesie, sondern anch im Leben wollte er es den geliebten Alten gleichthun. Aristokrat im Äußern und Edel­mann im Innern, war er der echte und rechte Typus eines Nürnberger Patriziers und zugleich der echte Typus jeuer poetischen Philologen, die den ganzen Olymp auf die Erde herabführen wollten. Er war auch ein fröhlicher Lebe­mann, dem ein behaglicher Luxus Bedürfnis war, nnd erst das ihm immer stärker zusetzende Pvdagra zwang ihn, die reichlichen Tafel- nnd Vecherfreuden einzuschränken. Durch eiuen fleißigen Briefwechsel spann er seine Fäden in weite Fernen; die Freunde schätzten und liebten, seine Mitbürger bewunderten ihn, ja über ganz Deutschland breitete sich der Ruhm des gelehrten Hnmanisten und kundigen Sachwalters seiner Vaterstadt.

Und als nun von Wittenberg die gewaltige religiöse Bewegnng ihren Ausgang nahm, als Luthers kühnes Vorgehen in Für nnd Wider die Gemüter aufs tiefste aufregte und die Menschen zwang, die höchsten und letzten Probleme des religiösen Lebens in ihrem innersten Grunde anzugreifen, da riß es auch den Nürnberger Humanisten und vornehmen Patrizier an die Seite des Mönchs,