Litteratur
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Niemand wird bestreiten, daß der Unversicherte ein größeres Interesse an dem Vorhandensein tüchtiger Fenerlöscheinrichtungen besitzt als der Versicherte. Deshalb ist es aber unzweifelhaft nicht recht, dem Sorgsamen, der die wirtschaftliche Ausgabe für die Feuerversicherung nicht scheut, diese Fürsorge dnrch die Beiträge für die Löscheiurichtungen zu verteuern, während der minder Vorsichtige davon befreit bleibt. Gerade der Unversicherte sollte durch besondre Abgaben für die Feuerlösch- einrichtnugen besteuert werden, weil er sich auf deren Wohlthat verläßt. Das gegenwärtig bestehende umgekehrte Verhältnis unterstützt gewissermaßen die Leichtfertigkeit oder Gleichgiltigkeit, die in einem Teile des Publikums gegen die Feuerversicherung noch immer besteht.
Aus solchen Erwägungen vermögen wir uns nicht mit dem Gedanken zu befreunden, daß in der Heranziehung der Mobiliarfenerversichcrung zu Beiträgen für die Feuerlöscheinrichtungen ein wirtschaftlich richtiger Grundsatz zur Ausführung gelange. Bei der in Aussicht genommenen einheitlichen Regelung der Versicheruugs- gesetze im Reich erfährt hoffentlich auch der hier besprochene Gegenstand eine erneute Prüfung und eine, allseitig befriedigende Beurteilung. —ss
Des alten Dorfes Ende. In dem unter diesem Titel in Nr. 23 der Grenz- bvten abgedruckten Aufsätze heißt es Seite 451: „Nur das Dorf ist vv» der Verkuppelung unberüht geblieben; anders in Dänemark, wo die Rcgiernng den Ausbau der Bauern befördert, ja sogar . . . vorgeschrieben hat, so . . . daß eiu Teil der Bauern oder alle ihre Höfe im Dorfe aufgegebeil und sich in der Mitte ihres neuen Grundes niedergelassen haben."
Hierzu erlaube ich mir die Bemerkung, daß ein Gleiches in meiner Heimat Ostpreußen fast durchweg geschehen ist, und wahrscheinlich mich in vielen andern Teilen des nordöstlichen Deutschlands. Hier im Westen, namentlich im Bergischen, ist es ebenso, wohl schon von Alters her.
Llberfeld Viktor Kiy
Litteratur
Fürst Bismarck-Gedenkbuch von v. Horst Kohl. Zweite Auflage. Chemnitz, Bülz, 1889
Der Verfasser hat fleißig Bücher und Zeitungen durchgelesen und daraus zunächst eine Tabelle zusmmnengestellt, die knrze Nachrichten über die wichtigeren, Ereignisse des privaten nnd politischen Lebens des Reichskanzlers giebt. Wir erfahren hier n. a. die Namen seiner zwölf Taufpaten und seine Wohnuugeu in Berlin, als ^' Gymnasiast war. Dann folgen als Beilagen verschiedne fürstliche Schreiben an den Kirsten, ein Verzeichnis seiner Orden und Titel, die Texte seiner Doktordiplome und Ehrenbürgerbriefe, ein Überblick über die von ihm existirenden Bildnisse und plastischen Darstellungen, ein Verzeichnis der Schriften über ihn, und daran schließt sich als zweiter Teil eine Anzahl denkwürdiger Äußerungen, die er Grenzboten III 1839 6