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Eine französische Quelle zur Geschichte des Festungskrieges im Jahre 1813
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Eine französische Quelle zur Geschichte des Festungskrieges im Jahre ^8^3

von G. I. Groth

s ist eine auffallende Erscheinung, daß während der napoleonischen Kriege, die in der gewaltigen Fülle der Ereignisse nuter be­ständig wechselnden Verhältnissen dem Beobachter immer Neues, Unerwartetes, Unvergleichliches darbieten, doch zwei Episoden hervortreten, iu denen sich fast dieselben Vorgänge zu wieder­holen scheinen. Es sind die politischen und kriegerischen Ereignisse, die sich in jeuer Zeit um Geuua uud Dcmzig abspielten.

Wie Genua durch seine geographische Lage, seine unmittelbare Verbindung mit dein Mittelländischen Meere, seinen ausgezeichneten Hasen, seine mächtigen Befestigungen einen vortrefflichen Stützpunkt für Frankreichs Feldzüge gegen Italien lieferte, so hatte auch Napoleons scharfer Blick nach Preußens Niederwerfung sofort in Dauzig den Platz erkannt, der als starker Rückhalt für seinen rnssischen Feldzng und als sichereOperationsbasis" für seine Pläne in Preußen dienen konnte. Anch das Schicksal beider Städte, die innern Umwälzungen, die Kriegsdrangsale und Belagerungen iu jenen bewegten Zeiten bieten auffallende Ähnlichkeiten. Hier wie dort wird der Stadt von Napoleon eine scheinbare Selbstherrlichkeit verliehen. Genua erhält den Namen einer lignrischcn Republik, Dauzig den einer Freistadt. Aber hier wie dort bestand die gerühmte Freiheit thatsächlich nur iu der Einbildung; der republikanische Znstand in jenen Städten war nur eine andre Form, in der sich Napoleons rücksichtslose Herrschsucht Geltung verschaffte. Napoleon machte keine politischen Zugeständnisse, am wenigsten an geschichtliche Überlieferungen; nnd wem, er Grenzboten III 1889 ,