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Maßgebliches und Unmaßgebliches
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Litteratur 527

und Stundenpläne gestattet sein, nnter Wahrnng des Schwergewichts, das den Lehrgegenstäudeu nach ihrer Stundenzahl iu den eiuzelneu ^klasseu nun eiumal zu­geteilt ist, Verschiebungen eintreten zu lassen, derart, daß auf kürzere »der längere Fristen im Laufe eines Halbjahrs daS Nebeneinander in ein Nacheinander ver­wandelt werde, besonders bei Gegenständen, die nur mit einer oder zwei wöchent­lichen Stunden bedacht sind."

Diese Beschlüsse bedürfen wohl cm dieser Stelle keiner Erläuterung mehr, ihre Triftigkeit nnd Wichtigkeit springt in die Angen, namentlich die des ersten Beschlusses. Mau denke nur daran, daß jetzt im polnischen Osten oder im niederdeutschen Nord­westen ebenso wie in den hochdeutschen Gebieten nnr zwei Stunden fast in sämt­lichen Gymnasialklassen für das Deutsche angesetzt sind nnd liberall dasselbe Lehrziel erreicht werden soll! Möchten diese Beschlüsse nicht das gewöhnliche Schicksal sogenannterNesoinlionen" haben: unerfüllt zu bleiben!

Litteratur

Dii! französische Armee im Jahre 1813. Ein Beitrag zur Geschichte der Besremngs- kriege. Berlin, N. Wilhelmi, 1839

Während Nonssets Werk über die französischen Freiwilligen infolge der be­kannten Rede Moltkcs nicht bloß bei Militärs, sondern auch bei dem größern Publikum weithin Beachtung gefunden hat, ist feine kleine Schrift über das Heer, mit dem Napoleon den Krieg von 1813 führte, iu Deutschland fast unbekannt geblieben. Und doch kann ihr Gegenstand das Interesse des Geschichtsfreundes, des Soldaten und des Politikers in doppelter Richtung beanspruchen: ihre Ergeb­nisse lassen uns einerseits das vielseitig getadelte Verhalten des Kaisers in diesem Feldzuge besser verstehn, und anderseits ermöglichen sie einen lehrreichen Vergleich mit den 1870 und 1871 in ähnlicher Weise improvisirten Heeren Gmnbettas. So heißen wir es willkommen, daß der Verfasser, angeregt durch das Studium der Noussctschen Arbeit, den Gegenstand hier nach den ihm zugänglichen Quellen weiter untersucht nnd ausführlicher dargestellt hat, und empfehlen sein Bnch, das allent­halben mit Sorgfalt vergleicht und abwägt, Widersprüche löst und Wicken aus' süllt, als eine besonders wertvolle Bereicherung der Litteratur über die erste Hälfte des Kampfes, worin der größte Feldherr des modernen Frankreichs unterging.

Die Dnrstelluug zerfällt in zehn Kapitel, von denen das erste den Untergang der großen Armee in Rußland und den Rückzug ihrer Trümmer bis an die Elbe schildert, während die folgenden sich zunächst mit den Hilfsmitteln Napoleons zur Schöpfuug eines Erscchhceres, mit der Bildung desselben im Winter 1312 und 1813 beschäftigen und dann dessen Charakter und Leistungen in den Schlachten bei Lützeu und Beuchen, später in denen bei Dresden und Kulm, an der Katzbach, bei Großbeereu. bei Dcuuewitz uud bei Leipzig betrachten. Als Anhang folgen Tabellen, die die Zusammeustclluug der nenen Armee Ende April 1313, dann bei