Luum cuiczue
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in einem geschlossenen Hofe, sondern unmittelbar nn der Straße liegt, auf die Straße, wo die feuchten Nestandteile ablaufen nnd der Rest znsmnmentrocknet. Was aber den eigentlichen Hof- nnd Kettenhund anlangt, so geht er der Tiroler Fauna geradezu ab. Höchstens findet man ein harmloses Hündchen im Hause, das seinen Ehrgeiz nicht darauf richtet, dem Schneider oder Feldscher in die Hände zn arbeiten. In dieser Beziehnng, wie in dem Punkte der Reinlichkeit sowie der behäbigen und stattlichen und doch so echt ländlichen Wirtshäuser behauptet das Land Tirol unbestritten den Gipfel- nnd Höhepunkt der deutschen Wirtlichkeit.
Luum cuic^ue
lles Unheil in unserm höher» Unterrichtswesen, die Überlastung der Gymnasien mit Schülern nnd der Schüler mit Unterrichtsstoff, kommt nach Caner vom Gymnasialmonvpol.^) Drum Aufhebung des Monopols! Gleichberechtigung, freier Spielraum für alle neunjährigen Schulen, damit jede ihren Charakter rein ausprägen, die Gymnasien sich wieder auf das Latein kvnzentriren können. Und somit auf zum frischen, fröhlichen Wettkampf!
Den lantesten Beifall werden diese Sätze bei denen finden, deren ganzes Sinnen und Trachten eben die Berechtigungen sind, auf deren Alleinbesitz Cauer so großherzig verzichtet. Demnächst werden ihm die — wohl nicht mehr allzuzahlreichen Fachleute dankbar sein, denen das Lateinische eins nnd alles, und der lateinische Anfsatz die Krone des Gymnasialunterrichts ist. Caner bezeugt dem Geschichtsschreiber des gelehrten Unterrichts, er habe uns aus dem dogmatischen Schlummer aufgerüttelt. Ich fürchte, hier ist noch ein Stück dogmatischen Schlummers, das der Aufrüttelung harrt. Es würde ja kein gutes Zeugnis für die Menschheit sein, wenn so edle, manches Jahrhundert hindurch mit Glanz betriebene Übungen nicht bis zuletzt ernsthafte Verteidiger fänden. Doch möglich auch, daß es nicht an Verbissenen fehlt, die da rufen:
8uuin vniguo. U'mf Aufsätze zur Reform des höheren Schulwesens, vou Paul Cauer. Kiel und Leipzig, Lipsius und Tischer, 1389. Vier, einzeln bereits anderweitig gedruckte Aufsätze (1. Die Gefahr der Einheitsschule! 2. Professor Paulsen und das Gymuasinm; 3. Der lateinische Anfsatz; 4. Die Schulreformpetition und die Heidelberger Erklcirnng), der dritte etwas erweitert; dazu ein «euer: Ist eine Schulreform iu Preuszeu möglich?