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Abbazia
Hältnisse betrachtet, die in der ganzen weiten Erstreckung des russischen Ostens lediglich eine dem mitteldeutschen Hofban ähnliche Anlage in mehreren Abarten bietet. Gewiß ein Zeugnis für die unerschöpfliche Gestaltnngskraft und den selbständigen Schaffensdrang des germanischen Geistes.")
Abbazia
eit einigen Jahren wird in Büchern nnd Zeitschristen »nablässig der Rnhm eines neuentdeckten Paradieses an der Küste Jstriens verkündet. Es soll alle Vorzüge der bekannten Winterstativnen nm ligurischen Meere mit vielen andern verbinden, die jenen mangeln. Vor allein werden Deutsche, die im Süden Linderung ihrer Leiden suchen müssen, daranf hingewiesen, daß Abbazia ihnen viel näher liege, als die Küstenplätze zwischen Geuna und Marseille (zu schweige» vou Korfu, Malta, Sizilien, Kairo und den Kanarischen Inseln), und daß sie dort weder Erdbeben, noch eine Spielhölle, noch eine feindselige Bevölkernug lwie in Frankreich) zn fürchten hätten. Wer nun an Ort und Stelle manche Übertreibung in solche« Schilderungen ermittelt, wird leicht geneigt, mich das vorhandene Gute in ungünstigem Lichte zu sehen. Und so erreicht, wie so hänsig, die Reklame gerade das Gegenteil ihrer Absicht. Wenn aber in irgend einem Falle von der Berichterstattung volle und reine Wahrheit gefordert werden muß, so trifft dies zu, wo es sich darum handelt, einen Aufenthalt für Kraute zu suchen, und hier kommt natürlich nicht allein das Klima in Betracht. Der Arzt ist nußer stände, alle die angepriesenen Knrorte selbst genan zu prüfen, muß sich also auf fremde Urteile verlassen und kann durch glänzende, aber auch durch düstere Gemälde zu Mißgriffen verleitet werden. Es giebt ja sogar Beispiele, daß Autoritäten in der medizinischen Welt in der einen oder der andern Richtung zu weit gehen. In den nachfolgenden Zeilen soll ein ungefärbter Bericht über die Verhältnisse in dem „österreichischen Nizza" versucht werden.
Abbazia führt seineu Namen von der einstigen, »in die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts nachweisbaren Benediktinerabtei San Giacomo al palv,
*) Einbaute» kennen die Slawen gar nicht; auf romanischer Seite kommen sie nicht selten vor, da jedoch die Ernte in Feimen gesetzt wird, enthalten sie mir Wohnung, Stall nnd Schuppen (höchstens in einigen nördlichen Strichen die Tenne) und können sich mit den deutsche» Einbauten uicht vergleiche».