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nichts vorzubringen sein. Der Gewohnheitstrinker ist als bis zn einem gewissen Grade geisteskrank zn betrachten und mag daher, sofern nur die nötigen Grenzen inne gehalten werden, gleich einem Irren entmündigt nnd in eine Heilanstalt geschafft werden.
Das sind die Mittel, die man gegen das Laster der Trunksucht anwenden lann. Daß man die Trunksucht damit aus der Welt schaffen könne, wird wohl mir ein unpraktischer Optimist behaupten wollen; sie bleibt, wie auch das Laster des Spieles bleibt, trotz aller gegen das Spielen erlassene» Gesetze. Aber soweit die menschlichen Kräfte reichen, soll mau gegeu alle Laster ankämpfen, und deshalb empfiehlt es sich anch, mit den erörterten Mitteln gegen die Tru ntsn ch t vvrz»gehen.
Manzoni und Goethe
Von Gtto öpeyer (Schluß)
in Jahre 1822 erschien Manzonis zweite Tragödie, ^.äslolii (Adelgis), „ganz im Geiste des Grafen von Carmngnola, mir noch reicher an Charakteren und Motiven," wie Goethe mit Recht bemerkt. Daß er die Absicht hatte, das Stück ebenso eingehend zu beurteilen wie das erste, geht aus einem Briefe an Schultz vom 9. Dezember 1822, dem das obige Citat entnommen ist, hervor. Nach einem Schreiben an den bekannten französischen Schriftsteller Fanriel von« 28. April 1825 hat er in der That einen Auszug ans dem Trauerspiel angefertigt. Aber diese Arbeit ist nie zn Tage gekommen. Alles, was wir von Goethe in Bezug auf „Adelchi" besitzen, beschränkt sich auf seine Äußerungen in der Vorrede zn der 1827 bei Frvmmnu in Jena erschienenen Ausgabe der poetischen Werke Manzonis.") Er bezieht sich darin auf die Analyse, die Fauriel seiner französischen Übersetzung des „Adelchi" beigefügt hat, und begnügt sich in Beziehung auf das Stück selbst mit einzelnen Bemerkungen. Nachdem er das „schöne poetische Talent Manzonis, das ans reinem, humanem Gefühle beruht," hervorgehoben hat, beschäftigt ihn znnächst wieder lebhaft der Unterschied zwischen seiner nnd Manzonis Auffassung
*) vovrs xvotiollv «li ^.Isssmulra U.-msoiu, oon uns, xroku-iouo äi ttootno. xax. —I..