Die ZAumienvildnifse von Rnbajat im (Ll Fajnm
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es finden sich Prachtstücke darunter, wie der erste Akt der Spartakus-Tragödie, die der besten Zeit Grillparzers anzugehören würdig wäre. Und die litterarischen Studieu des Dichters aus allen europäischen Kulturspracheu köuueu nur dem wertlos sein, der überhaupt solche Studien nicht zu schätzen weiß. Wer die Geschichte der Ästhetik kennt, weiß, daß alle unsre wirklich fruchtbaren Kenntnisse von Poesie und Litteratur ihre Quelle vornehmlich in den Aussprüchen der Dichter selbst über ihre Kunst haben. Die Täuschung, daß nicht dichtende Menschen die einzig berufnen Kritiker wären, sollte doch endlich aufgegeben werden. Über die „Sappho," über den „Treuen Diener" hat kein Kritiker so einsichtig geschrieben, wie Grillparzer selbst. Es sollten nur uvch mehr solcher zufällig entstandnen Selbstkritiken und Analysen vorhanden sein! Noch wertvoller sind die kritischen Studien Grillparzers über andre Werke, sie sind keineswegs überall von Voreingenommenheit diktirt. Den Abdruck der teilweise schon von Laube veröffentlichten Tagebücher, mögen sie noch so eintönig griesgrämig sein, zu rechtfertigen, ist wohl auch nicht nötig. Oder sollte die Kenntnis des Lebens Grillparzers das Vorrecht der wenigen bleiben, die Zutritt zum Grillparzerarchiv haben? Nein! So begründet auch oft der Vorwurf der Kleinkrümerei bei modernen litterargeschichtlichen Veröffentlichuugeu sein mag, so leichtfertig ist es doch, ohne uähere Untersuchung ein böses Schlagwort gegen eine Ausgabe auszuspielen, die sowohl dem Verleger, als dem Gelehrten, der sie besorgt hat. zur Ehre gereicht. Schon dies allein bezeugt den Wert dieser Ergünzungsbände, daß wir jetzt in der Lage sind, die Bildnngs- geschichte des zweitgrößten Dramatikers deutscher Nation lückenlos zu verfolgen.
(Schluß folgt)
Die Mumien bildnisse von Rubajat im El jajum
von Ernst Boetticher
(Schluß)
n der ägyptischen Kunst spricht sich ganz der nüchterne, aus das Wirkliche gerichtete Nationalcharakter aus. Die Auffassung Wiuckel- manns, daß die ägyptische Kunst in ihrer Entwicklung stehen geblieben sei, wird durch neugefundcne Denkmale der Tempelknnst nur insofern bestätigt, als alle hieratischen Kunstwerke einen festen Kanon der Proportionen zeigen und der Lebenswahrheit entbehren. Ganz anders steht es mit der profanen Kunst. Daß eine solche vorhanden war,