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Die Gebietsentwicklung der Einzelstaaten Deutschlands : das Großherzogtum Hessen
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214 Die Geschichlo von dem frmiken Aömgssohne

Das Land der alteren hessischeil Linie, Hesse,?-Kassel, oder, wie man später sagte, Knrhesseu, bildet keinen eignen Staat des Deutschen Reiches mehr; was von seiner GebietseutNucklung noch zu erlvähnen ist, soll bei der Vesprechuug von Preußen, dem es seit 186l> angehört, dargelegt werden. Hier beschränken wir ans ans die Besprechung von Hessen-Darmstadt, wie man die Gebiete der jiingren Linie gemeinsam zu bezeichnen Pflegte, obschonbei weitem der größte Teil derselben mit dein alten Hessen dnrchans nichts zn thun hatte. Der Name des Stammlandes der Dynastie wurde eben ans ihre Besitzungen übertragen.

Nach dem Tode des Stifters Georgs I., der, wie schon erwähnt, einen Teil des Erbes seines älteren Bruders Philipp an sein Hans gebracht hatte, trat sofort wieder eine Länderteilnng ein. Der bei weitem größere Teil der Landgrafschaft fiel zwar seinem ältesten Sohne Lndwig V. zn; der zweite Sohn begründete aber die Linie Butzbach, die jedoch schon mit 1<i45j mit dem Tode des Stifters wieder ausstarb; der dritte, Friedrich, begründete im Jahre 16.12 die Linie Hessen-Homburg, die erst im Jahre 18l><> ansgestorben ist, nnd über deren Geschicke seiner Zeit das Nötige gesagt werden soll.

(Schluß folgt)

Die Geschichte von dem kranken Königssohne

von F. Anntze

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ie heißt der Ziegenbart mit der Krone dort, der sich am Fuße des Bettes um seineu kranken Sohn abhärmt? Wie heißt die Schöne, die hereintritt und in ihren sittsamen Schelmenangen Gift nnd Gegengift zugleich führt? Wie heißt der Pfuscher von Arzt, dem erst in diesem Augenblick ein Licht aufgeht, der das erste Mal in seinem Leben Gelegenheit findet, ein vernünftiges Rezept zu , ver­ordnen, eine Arznei zu reichen, die aus dem Grnnde knrirt und die ebenso wohlschmeckend als heilsam ist?

So schwatzt im letzten Buche des Wilhelm Meister der leichtfertige Friedrich, indem er auf ein im Vorsaal hängendes Bild hinweist.

Ein Gemälde, das einen Vorgang wie den eben beschriebenen darstellt, giebt es nicht. Die Geschichte aber, auf die in jenen Worten angespielt wird, ist bekannt,, es ist die Erzählung von dein kranken Königssvhne, der von