Beitrag 
Weihnachtsfest in einem Pfarrhause :
(Schluß.)
Seite
631
Einzelbild herunterladen
 

kleinere Mitteilungen.

631

Und auch uns, Vater! ertönte es hinter ihnen, und anch Lise und Otto traten an ihn hinan.

Schwer und dicht war der Weihnachtsschnee in diesem Jahre ans das Pfarrhaus herabgefallen, aber er war auf Engelsflngeln herabgeschwebt, wie es Fritz im Traume gesehen hatte.

Kleinere Mitteilungen.

Die Gemäldegalerie des Grafen vvn Schack. Abermals ist in diesen Tagen durch die Zeitungen verbreitet worden, daß der Entschluß des Grafen Schack, seinen Wohnsitz in München aufzugeben und seine berühmte Galerie, die jedem Besucher offen stand, zu schließen, seiner Ausführung nahe gerückt sei. Damit wurden allerlei dunkle Andentungen über die Gründe verknüpft, die den Grafen zu diesem Schritte veranlaßt haben könnten. Da Graf Schack bis jetzt, wie es früher einmal geschehen ist, diese Nachrichten noch nicht widerlegt hat, darf mau wohl annehmen, daß es ihm mit seinem Entschlüsse Ernst sei. Solange er selbst keine bestimmten Erklärungen abgiebt, ist es müssig, auf die von andrer Seite gegebene Begründung seines Schrittes einzugehen. So viel ist jedoch unbestreitbar, daß München durch die Entfernung der Schackschen Galerie, da sie eine sehr wichtige und wertvolle Ergänzung zu der immer noch sehr lückenhaftenNenen Pinakothek" bildet, einen schweren Verlust erleiden und jeder Ort, welcher der Galerie ein gastliches Obdach böte, einen Kunstschatz von auserlesenem Werte heimführen würde. Inzwischen ist der Versuch gemacht worden, wenigstens die Erinnerung an diesen Schatz festzuhalten und dadurch den Verlust, falls er wirklich die Zentralstelle deutscher Knust treffen sollte, weniger empfindlich zu machen. Der Münchener Photograph Dr. E. Albert, welcher durch unablässige Bemühungen das Knpferlichtdruckverfahren neuerdings sehr vervollkommnet und namentlich den schlimmen Uebelstand der toten, undurchsichtigen Schatten erheblich verringert, anch die diesem Verfahren anhaftende übergroße Weichheit des Tones gemindert hat, hat eine auf acht Lieferungen berechnete, ueue Veröffentlichung der hervorragendsteil Gemälde der Galerie in Heliogravüren und Autotypien unternommen/) wozu ihn das berechtigte Vertraue« auf die Leistungsfähigkeit einer Kunst der Reproduktion veranlaßt hat, die nach den Worten des Prospektsneben der Unmittelbarkeit der Potographie die UnVergänglichkeit und malerische Wirkung des Kupferstiches und der Radirung teilt, ohne wie bei letzteren die Individualität des Schöpfers durch die Subjektivität des Nachbildners zu schädigen." Wenn sich letztere Bemerkung,

») Die Gemäldegalerie des Grafen A. F. von Schack in München. Mit begleitendem Text vvn Graf A. F. vvn Schack. t. Lieferung. München, Verlag von Pr. E. Albert.