Die ostafrikanische Frage.
it dem Beginne der Blockade, die über die festländischen Küstenbesitzungen des Sultans von Sansibar verhängt worden ist, und mit dem ersten Kanonenschusse, den ein deutsches Kriegsschiff gegen die dortigen Aufständischen abgefeuert hat, ist die ostafrikanische Frage, die bereits seit Monaten die Welt beschäftigte, in das Stadium ihrer gewaltsamen Lösung durch europäische Mächte getreten, und sie lantet von jetzt an für die nächsten Wochen und Monate: Wird diese Lösung gelingen? Ehe wir hierauf antworten, thun wir einen Rückblick ans die Entwicklung der Dinge, welche diese Frage entstehen ließen, wobei sich von selbst die Ziele ergeben werden, die in dieser Angelegenheit deutscherseits zunächst verfolgt werden.
Die betreffenden Landstriche gehören an der Küste unstreitig zu dem Sultanate von Sansibar, und auch im Innern übt dessen Beherrscher mehr oder weniger Einfluß, besonders ans das anch hier stark verbreitete arabische Element der Bevölkerung, das vorwiegend ans Einwanderern besteht und das Land durch Handel, mehr noch aber durch Jagd nach Sklaven und Verkauf von Sklaven ausbeutet. Die eingebornen Stämme und Häuptlinge hier im Binnenland« sind als unabhängig und zur Verfügung über ihr Gebiet berechtigt anzusehen, und von diesen erwarb die deutsche Ostafrikanische Gesellschaft weite und von Natur sehr wertvolle, namentlich zum Anban von tropischen Pflanzen, Kaffe, Tabak, Indigo, Gewürzen u. dergl., im großen wohlgceigncte Landstrccken, in denen sie sofort mehrere Stationen anlegte und mit der Gründung von Plantagen begann, und deren Gesamtheit unter dem Schntze des deutschen Reiches, der bereitwillig von dessen Regierung übernommen wurde, bei verständiger und thatkräftiger Verwaltung von Seiten der Beamten der Gesellschaft Grcnzlwwn IV, 1888. ö?
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