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Der Regierungswechsel und der Friede.
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Der Regierungswechsel und der Friede.

enn der erste Kaiser des neuen deutschen Reiches, der nunmehr nur noch in der Erinnerung eines dankbaren Volkes nnd in den Büchern der Geschichte lebt, von der Welt fortan vor allem als siegreicher Held, als Hcilbriuger nnd Friedenswächter in Waffen gefeiert werden wird, so scheint es nach den Worten, mit denen sein Nachfolger das ererbte doppelte Amt angetreten hat, und nach andern Zeichen der Zeit, die außerhalb der Grenzen des Reiches aufgegangen find, als ob die Vor­sehung dem neuen Oberhaupte der Deutschen auch eine neue Rolle beschicken hätte, als ob ihm die Aufgabe beschicken wäre, während seines Regiments statt des Lor- bers den Olivenkranz zu tragen und dem Herrschernamen, den er gewählt hat, mit Thaten zn entsprechen, bei denen das Schwert in der Scheide bleibt. Auch Kaiser Wilhelm war im Grnnde seiner Seele ein warmer Freund des Friedens, und wenn der Friede bis in seine letzten Tage hinein gefährdet erschien, sv lag die Bedrohung nicht in seinem Denken uud Streben, sondern in Verhältnissen, die er beklagte, aber nicht ändern konnte. Noch auf seinem Sterbebette beschäftigte ihn diese Sorge. Einen großen Teil des Donnerstags vor seinem Hinscheiden unterhielt er sich mit Prinz Wilhelm und Moltke über Dinge militärischer Natur, die ihm besonders am Herzen lagen. Von Zeit zu Zeit gedachte er der Bünd­nisse Deutschlands und der Möglichkeit von Kriegen, der Verpflichtungen gegen Österreich uud der Besserung unsrer Stellung zu Nußland, welche der Reichskanzler herbeigeführt hatte. Die in Abenddämmerung hinschwindende Seele sah noch Morgendämmerung in der Lage des Vaterlandes, aber doch nur Dämmerung. Hoffen wir, daß es jetzt bald ganz hell werde. Wir dürfen es, Sterne erheben sich am östlichen Gesichtskreise, die der Friedenssonne vorausgehen, und der Name Friedrich, den sich der Erbe der deutschen Kaiserwürde beigelegt hat, ist GreiiMen 1. 18S3. 78