Für die Postsparkasse.
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sie bisher halb war, die Beute eines Schwarmes zwerghafter oder mittelmäßiger Politiker, zu vergleichen mit dem schlafenden Riesenleibe Gullivers, an welchem die Liliputaner auf Leitern auf- und abklettern.
Für die Postsparkasse.
> ei Besprechung des Sparkassenwesens brachte jüngst eine der ge- lesensten Zeitungen Deutschlands die Mitteilung, daß in West- Preußen auf 263 Quadratkilometer, in Ostpreußen auf 293 Quadratkilometer, im Bezirk Dresden aber auf 80 Quadratkilometer eine „Sparstelle" komme. Gäbe es Karten von Deutschland, die alle Orte und Wohnstätten enthielten, die Ortsnamen aber in Farbe verschieden darnach, ob sie Sparkassen haben oder nicht, so würde die schwarze Farbe, wenn sie für die Orte ohne Sparkasse gewählt wurde, gar sehr vorherrschen. Sachsen und andre mit Sparkassen angeblich gut versorgte Landschaften blieben immer noch recht dunkel. Flächen von 80 Quadratkilometern, etwa 5^ Quadratstunden gleich, sind in dicht bevölkerten Landstrichen mit 60 und mehr Gemarkungen (Gemeinden) bedeckt; die größte derselben hätte dann eine Sparkasse, die andern 59 Orte hätten keine.
Wenn in einem Lande, das, wie Deutschland, hervorragendes leistet in Besserung der wirtschaftlichen und sozialen Zustände, auch nur die Hälfte seiner Einwohner den Segen der Sparkassen entbehren muß, weil es an solchen mangelt, so ist dieses eine große Ungerechtigkeit, die zu beseitigen eine dringende Pflicht ist. Wessen Pflicht? Zunächst der Selbsthilfe und Selbstverwaltung; beide haben auch in Gründung und Fortführung von Sparkassen großes uud mehr vollbracht, als dem Staate möglich gewesen wäre. Da aber trotz dieser seit einigen Menschenaltern rühmlich bethätigten Wirksamkeit des Volkes noch große Lücken im Sparkassenwesen bestehen, so werden die Sparkassen auch etwas Staatshilfe bedürfen, um deu vermehrten und erhöhte» Anforderungen an Sparkassen zu entsprechen und wenigstens beim Sparen Vorrechte und Beschränkungen zu beseitigen. Wie der Reiche seine Kapitalien in Wertpapieren und in Sparkassen bergen kann, so muß auch der Arme Gelegenheit haben, seine Sparpfennige, abseits von dem Dränge der Tagesausgaben, vor Anfechtung zu bewahren. Dieses könnte wohl schon mittels Pfennigsparkassen geschehen, allein diese müssen in den meisten Orten unterbleiben, weil es allzuoft an den Männern fehlt, die bereit und geeignet wären, diese kleinen Kassen so zu führen, daß keinerlei