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Kleinere Mitteilungen.
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sein eigner unsteter Wandertrieb schon nach vierjährigem Aufenthalt 1516 wieder in Fremde führte.

Ueber die Lcbensumstände Hcverlinghs (lntinisirt I^ovanous, von Hntten Husrölao II, 5 ?bilvpomvns, also etwaUeberhcberling" genannt) ist wenig sicheres bekannt. Wir wissen eigentlich nur, daß er aus Göttingen gebürtig, Ma­gister der Philosophie und Bacecilaureus der Theologie, iu den Jahren 1501 bis 1506 Rektor der Negeutie (Burse) zum roten Löwen war nnd 1509 noch in hohem Ansehen in Rostock lebte. Deutsche Schriften von ihm sind nicht erhalten; eine Auzahl lateinischer Gedichte zeigen ihn als einen geübten Versifex, der nicht unberührt geblieben war von dem Aufschwünge der klassischen Studien und viele seiner Zeitgenossen an Reinheit der Sprache und des Versbaues übertraf, aber freilich mit Männern wie Celtes, Busch, Hütten in dieser Hinsicht nicht in die Schranken treten konnte. Manches scheint übrigens darauf hinzudeuten, daß er nicht der einzige war, der sich der Muttersprache auch bei der Behaudlung rein wissenschaftlicher Gegenstände nicht schämte; ließ doch auch sein jüngerer Kollege, der berühmte Jurist Johannes Oldendorp, die Schrift, welche ihn znm ersten Be­gründer der Lehre vom Naturrecht machte (Wat byllick unde recht ys, eyue körte erklaring) 1529 in plattdeutscher Sprache in Rostock erscheinen.

Rostock. A. Hofmeister.

Literatur.

Die Praxis des Reichsgerichts in Zivilsachen. Bearbeitet von A. Bolze, Reichs- gcrichlsrat. 3. Band. Leipzig, F. A. Brvckhans, 1337.

Der dritte Band des vorliegenden Sammelwerkes bietet, wie seine Vorgänger, eine klare, gründliche, umfassende und dabei übersichtliche Bearbeitung der Reichs- gerichtsentschcidnngen in Zivilsachen ans dem Jahre 1886 und wird den praktischen l^uristcu eine willkommene Qnelle für schnelle Orientirung auf dem großen Gebiete der bis jetzt ergangenen Rechtsprechung unsers höchsten Gerichtshofes sein. Vor­teilhaft zeichnet sich dieser Band den frühern gegenüber durch ein angefügtes, sehr genaues Inhaltsverzeichnis aus, welches die sämtlichem bisher erschienenen Bände umfaßt. Künftig soll jeder Band ein solches Inhaltsverzeichnis erhalten.

Herders Briefwechsel mit Nicvlai. Im Originaltext herausgegeben von Ottv Hoss­mann. Mit einem Facsimile. Berlin, Nicolnische VeilagSliuchhandlung, 1387.

Dieser nene, mit diplomatischer Genauigkeit besorgte Abdruck des schon vielfach verwerteten Herder-Nieulaischcu Briefwechsels (vom 19. November 1766 bis zum ^- Angust 1774) ergänzt die Lücken nnd verbessert einzelne Textfehler der älteren Ausgaben desselben nach den noch vorhandenen Originalmannskripten oder znver- Essigen Kopien der Briefe beider Korrespondenten. Da sie als eine wertvolle Quelle für die Kenntnis der Literatur des achtzehnten Jahrhunderts an einen- Mer wichtigsten Wendepunkte gelten müssen, so war das Unternehmen des Heraus gebers sehr verdienstlich, und seine nur allzu sparsamen Anmerkungen, die leider