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zelne kaum dem Knabenalter entwachsen schienen, drehten sich langsam um sich, indem sie gleichzeitig sich in? Kreise fortbewegten. Die Augen haben sie geschlossen, sei es zum Zeichen innerer Verzückung oder — was wahrscheinlicher ist — um nicht vom Schwindel erfaßt zu werden; die Arme halten sie ausgestreckt, wobei sie die eine Hand nach unten, die andre nach oben öffnen. Auch dieser Wirbeltanz mochte eine Stunde dauern, am Ende schlössen sie einen Kreis, worauf einer eine lauge Rede hielt, welche das anwesende Volk mit Andacht anhörte, dann knieten alle nieder, riefen: KM nnd verloren sich in die Zellen ihres Klosters. Das sind die Derwische, welche zu dem Orden der Mevlevi gehören; es sind Anhänger des Sufismns. deren Streben in einer Vergeistigung der islamitischen Religion besteht und die viele Berührungspunkte mit den Pessimisten haben. So also sieht die ideale Seite des Mohammcdanismus aus, die euch wohl die Lust benehmen wird, Bekanntschaft mit den realeren Teilen zu macheu. Der Eindruck, den alle diese merkwürdigen Übungen auf das Volk machen, läßt sich schwer beschreiben; der Orientale sitzt unbeweglich mit uutergekreuzten Beineu da, sieht sich alles genau au und verzieht keine Miene; nur wo gewisse Anrufungen Gottes oder des Propheten umkommen, spricht er die üblichen Segeusformeln nach.
Unser Freund meinte, daß er, um Verrückte zu sehen, nicht erst nach Stambul zu reisen brauche, das hätte er in Dalldorf näher; er lehnte es ab, Scheußlichkeiten dieser Art zum Gegenstände philosophischer Erörteruugen zu macheu, da er glaubt, daß die Philosophie da aushöre, wo die Pathologie anfängt. (Fortsetzung folgt.,
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Fortschrittliche Ideale. Die Tagesblätter bringen die Palm odie des Abgeordneten Ludwig Bamberger gegen seine früher ausgesprochene Ansicht betreffs der Verlängerung der Wahlperioden von drei auf fünf Jahre. Der Vorwarf der Inkonsequenz, gegen welchen sich der Redner verteidigt, wird schwerlich nüt vielen, Nachdruck gegen ihn geltend gemacht werden; denn er nimmt mit Recht für sich N'ie für jeden im öffentlichen Leben stehenden Mann das Recht in Anspruch, sich durch gute Gründe von einer früher gehegten Meinung abbringen zu lassen. Aber das, was uns höchst seltsam erscheint, sind eben die Gründe. Herr Bamberger sagt nämlich: „Ich bin noch heute wie vor dreizehn Jahren der Meinung, daß drei Jahre zu kurz und füuf eine gute Frist sind. Aber ich werde dennoch gegen den Antrag auf die Einführung der fünf Jahre stimmen, und zwar nicht etwa bloß aus Parteidiszipliu, obwohl man das in einer bloßen Zahlenfrage auch zu