Volapük.
von Paul Mitzschke.
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olapük und kein Ende! Überall in den Tagesblättern erscheint der niedliche Name und hinter ihm das gesamte Rüstzeug moderner Eiuwirkungsmittel: Vortrüge, Zusammenkünfte, Vereine, Zeitschriften, die mit einander wetteifern in dem Bestreben, Volapük unter die Zahl der Mvdesachen, der Sportgegenstände einzureihen. Zum Anknüpfen der Bekanntschaft übernehmen wir die Vermittlung, indem wir unsern Lesern Volapük vorstellen als diejenige Sprache, welche der katholische Geistliche Johann Martin Schleher (geboren 1831 zu Oberlauda in Vadeu), früher auf der Bodcuseeinsel Mainau, jetzt in Konstanz lebend, in seinen Mußestunden 1879 bis 1881 ausgesonnen und 1881 der Öffentlichkeit übergeben hat in der Hoffnung, daß es diesem Erzeugnisse menschlicher Erfindungs- kunst gelingen werde, sich wie ein verknüpfendes Band um die sprachlich zerrissene Welt zu schlingen. Auf diesem Hoffen beruht auch die starke Vorgrcifung, die Herr Schleyer in dem Namen seines Werkes bekundet, denn Volapük heißt aus dem Schleyerschen ins Deutsche übersetzt nichts andres als „Weltsprache." Gewiß verdient eiu so uneigennütziges Streben, das lediglich dem Besten der Menschheit gilt, unsre Anerkennung, denn die Idee eines Weltverständignngs- mittels ist des Schweißes der Edeln schon wert. Der Nutzen einer allgemein giltigen Sprache für die Erleichterung und Hebung des Welthandels, für den Austausch wissenschaftlicher Anregungen und Forschungsergebnisse, wie nicht minder für den persönlichem Verkehr zwischen den Angehörigen aller Völkerstämme ist so unbestreitbar und eröffnet für die Knltur so weite Ausblicke, daß man, auch ohne vor dem Götzen des sogenannten Opportunismus die Kniee zu beugen, gegeu den Gedanken einer Weltsprache füglich keine Einwendungen wird erheben können. Selbstverständlich gilt das aber nur in der gehörigen Einschränkung. Wer etwa die Weltsprache dahin auslegte, als sollten alle Völker des Erdballs ihre Muttersprachen aufgeben, um künftig auch im innern Verkehr mit den Stammesgenossen ausschließlich der allgemeinen Sprache sich zu bedienen, der würde mit Recht als unverständiger Schwärmer dem Spott und der Lächerlichkeit anheimfallen. Kein Volk oder Völkchen der Welt, und stünde es auf einer noch so tiefen Kulturstufe, wird sich gutwillig der angestammten Sprache begeben zum Nutzen einer andern Sprache, selbst wenn diese die denkbar größten Vorzüge und Vollkommenheiten besäße. Noch viel weniger verzichtet ein gebildetes Volk von freien Stücken auf seine Muttersprache, denn es würde dadurch eine Scheide-