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Tagebuchblätter eines Sonntagsphilosophen : 4. Wie man von Tieren lernen kann.
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Grübeleien eines Malers über seine Kunst.

2 x 241/4 ich breche natürlich ab, man sieht den Sack der spielenden Möglichkeiten, der keinen Boden hat, im Menscheukvpfe weit genug aufgethan und hingeschüttet, um froh genug und dankbar in den großen schönen Ernst der Weltordnung draußen zurückzukehren, die man da einen Augenblick in sich über deu Haufen und durcheinander geworfen sieht, daß einem angst und bange wird. Da schlägt denn das Wortdenkcn in Sachdcnken um, bei dem ciuem so innerlich wohl nud sicher zu Mute wird, und mau kauu das daran üben, den Anfang dazu kann man aber wirklich schon bei der Henne oben mache«.

Grübeleien eines Malers über seine Kunst.

enn ein Künstler in den letzten Jahren zur Feder griff und so unvorsichtig war, das Geschriebene auch noch drucken zu lassen, kam selten etwas andres dabei heraus als eiu galliger Erguß gegen die undankbare Welt im allgemeinen uud die bösen Kritiker im besondern, welche alles besser wissen wollen uud doch nicht maleu oder das Modellirholz handhaben können. Vor einigen Monaten haben wir es sogar erlebt, daß zwei angesehene Künstler, von denen der eine sich auch als Schriftsteller hinreichend ausgewiesen hat, in einer Wochenschrift hart an­einander gerieten, weil eben jener eine, Maler uud Poet dazu, sich die Freiheit genommen hatte, für die idealistische Richtung eine Lanze zu brechen und vor dein Versinken der Kunst in einen flachen Nenlismns, in eine poesielose Natnr- uachahmung zu warnen. Darob ergrimmte der andre, der sich in seinen realistischen Neigungen verletzt fühlte, nnd schalt deu Idealisten, als ob er einen Kritiker vor sich hätte. Es scheint sich demnach eine Menge von Zündstoff in der Künstlerschaft angesammelt zu haben, der bei der geringsten Berührung los­platzt, und man ist auf ciue Fülle vou sittlicher Entrüstung und heiligem Zorn gefaßt, wenn man einen Aufsatz oder ein Heft zur Hcmd uimmt, welches den Namen eines Künstlers als Verfassernnmen trägt.

Eine angenehme Enttäuschung nach dieser Richtung hat uns ein kürzlich bei Gebrüder Paetel iu Berlin erschienenes Büchlein von Otto Knille unter dem TitelGrübeleien eines Malers über seine Knnst" bereitet. Knille ist keinRufer im Streit"; er hält sich mit großer, fast allzu ängstlicher Vorsicht von allen Persönlichkeiten fern und ergeht sich besonders da, wo er sich ab­lehnend verhalten zu müssen glcmbt, in allgemeinen Andeutungen, die nur dem­jenigen verständlich sind, der mit der »eueren Kunstbeweguug sehr vertraut ist. Ein feiner, maßvoller und behutsamer Manu, bildet er eineu erfreulichen Gegen­satz zu den lärmenden Korybanten seiner Kunst, die ebenso leicht, wie sie ein Geschrei erheben, auch wieder verstummen, weil hohles Pathos kurzen Atem