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Ein elsässisches Oevre de réconfort.
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Ein elsässisches Oeuvre c^e reconfort.

von Hermann Ludwig.

er Protest gegen die Bestimmungen des Frankfurter Friedens, soweit sie das Reichsland betreffen, hat in den letzten anderthalb Jahrzehnten manche merkwürdige Frucht gezeitigt. Der Forscher wird einst nicht nur auf eigentlich politischem Gebiete, sondern anch auf dem der Wissenschaft, der Literatur und der Kunst einer beträchtlichen Menge mehr oder minder abenteuerlicher Erzeugnisse dieser Art begegnen, denn die Einheit des Gedankens bedient sich hier einer großen Mannich- faltigkeit der Form. In sehr bestechendem Gewände hat er neuerdings wieder literarisch-wisfenschaftlichen Ausdrnck gefunden.

Unter dem Titel: I^css xropos cko tAdls cls ls visillv ^lsavs, illustriZZ tout M long' elö äossius orixinaux Äss kmvious m»!trvs alLaolsiis, osuvro äs rsoontort Äju8ts<z s. 1'b.öurs pi'L8entv, triiäuits, Ariuotss st enriolii<z <lv omu- positious nonvöllss xar lZruilo Rsibsr, ^iLaoisn, ur^itrs ös Arts «zr> lg, dmruö vills äs I^gris ist kürzlich bei Robert Engelmann in Paris ein zweinnddreißig Bogen in Quart starkes, mit zahlreichen Illustrationen und Verzierungen in Schwarz- und Buntdruck ausgestattetes, auf geschöpftem Papier hergestelltes Prachtwerk erschienen. DieseTischreden" bestehen aus einer Answahl von siebzig Erzählungen aus Johann Pcmlis SchwanksammlungSchimpf und Ernst," die Herr Emile Reiber ins Französische übertragen hat. Fiir den Bilderschmuck und die Druckverzierungen des Buches fand er in den zwischen 1494 und 1630 in Straßburg erschienenen illustrirten Drucke» einen ergiebigen Vorrat, den er dem Texte anpaßte und nach seiner Angabe durch mehr als 400 eigene Zeichnungen ergänzte. Er hat damit ein Werk geschaffen, welches in seiner äußeren Erscheinung auf allseitiges Interesse Anspruch machen darf, welches nach dieser Seite jeden Bücherliebhaber entzücken uud jeder Bibliothek zur Zierde gereichen wird,ein typographisches Denkmal," das wohlbemerkt nur als solches nach des Herausgebers eignen Wortenin jeder Beziehung des edcln Landes würdig ist, welches die merkwürdigen Erzählungen Panlis entstehen sah."

SeineTischreden" hat nun Herr Reiber zum Kern eines, wie der Titel des Buches sagt,dem Bedürfnis der Gegenwart angepaßten Trostes- und Er- hebnugswerkes" gemacht, das sein Gepräge als solches im eigentlichen Sinne erst durch einen unter dem Schlagworte R6vsuä1<zg.tionL zusammengefaßten An­hang erhält, von dessen kühnen Behauptungen man trotz der wissenschaftlich sein sollenden Einkleidung allerdings mitunter nicht recht weiß, ob sie wirklich ernst