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Friedrich Hebbels Tagebücher von 1842 bis 1863.
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Moderne Denkmäler.

der unmittelbaren Gegenwart damit anfangen kann und wie weit sie das Zeugnis beachten wird, können wir ruhig dahingestellt sein lassen. Nichts ist gewisser, als daß Hebbels Name eine Zukunft haben nnd genannt werden wird, wenn die Mehrzahl seiner Geguer, die ihr Unvermögen mit dem Schilde der Gesundheit und der Volkstümlichkeit deckten, längst vergessen sein wird.

Moderne Denkmäler.

von Adolf Rosenberg.

as Ergebnis der Wettbewerbung um ein Lcssing-Dentmal in Berlin rückt wieder einmal die Denkmälerfrage in den Vordergrund nicht bloß künstlerischer, sondern allgemein geistiger Interessen. Es handelt sich nicht um einen Fürsten oder um einen General, sondern um einen Dichter und Kritiker, und deshalb bietet sich der Erörterung ein freieres Feld. Bei einem Manne, zn dessen Charakteristik eine militärische Uniform nötig ist, hat der Künstler weit geringere Schwierig­keiten zu überwinden; die Kostümfrage ist von vornherein erledigt, die äußern Umrisse sind gegeben, nnd der Künstler hat, nachdem er sich über die militärische Etikette genügend nnterrichtet hat, nur noch die Pflicht, sich mit dem geistigen Teil seiner Aufgabe abzufinden. Dieser ist natürlich die Hauptsache; aber der Genius, die schöpferische Kraft des Künstlers ist viel freier und ungehemmter, wenn sie sich nicht an Vorfragen abzunutzen lind aufzureiben braucht, welche mit dem Hauptprozeß des künstlerischen Schaffens nichts zu thnn haben.

Man wird dagegen einwenden, daß auch die militärische Uuiform den Wandlungen der Mode oder des Reglements unterworfen ist, was besonders zur Geltung kommt, wenn der Mann, dem ein Denkmal gesetzt werden soll, eine lange Lebenszeit durchmessen hat. Gewiß! Als der siebzehnjährige Prinz Wilhelm in der Schlacht bei Barchir-Anbe den Hügel von Malepin hinanf- stürmte, trug er eine ganz anders beschaffene Uniform als der dreiundsicbzigjährige König Wilhelm, während er von der Höhe bei Frenois die Schlacht von Sedan leitete. Gleichwohl wird der Künstler, welcher die geschichtliche Persönlichkeit des ersten deutschen Kaisers zur Darstellung bringen will, keinen Augenblick darüber im Zweifel sein, mit welcher Uniform er seinen Helden zn bekleiden hat. Nicht bloß für gewisse Momente, sondern mich für ganze Perioden hat die Uniform etwas charakteristisches und stabiles, was man von der Hof-,