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Der Minsterwechsel in Paris.
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nicht eingegangen werden darf, bevor das Land sich ausdrücklich darüber aus­gesprochen hat."Andre wichtige Fragen, deren Lösung die Kammer mit Un­geduld erwartet," sollenunverzüglich und mit dem festen Willen, sie zu lösen, in Angriff genommen werden. . , . Das erste Bedürfnis des Landes ist Ordnung, Aufrichtigkeit und Regelmäßigkeit in den Finanzen. (Ein eigentümliches Ge­ständnis!) Überzeugt, daß ernstliche, mit Umgestaltung unsers Steuersystems verbundene Ersparnisse allein die öffentlichen Zustände sicherstellen können, werden wir für 1888 die zur Verwirklichung dieser Reformen erforderlichen Maßregeln beantragen." Ferner kündigte der Minister Reformen auf dem Gebiete der Verwaltung, des Elementarunterrichtes und des Ackerbaues an. Dann schloß er mit den Worten:Wenn es uns gelingt, diese Vorsätze zu gutem Ende zu führen, werden wir dann nicht den Wünschen des Landes ent­sprochen und sein Vertrauen auf die Republik befestigt haben?"

Wenn es uns gelingt" uud dann eine Frage, das sieht wenig zuversichtlich aus, und in der That wird Goblet einen schweren Stand haben und wahr­scheinlich nicht lange Minister bleiben. Bereits mußte er bei der Wahl eiues Gehilfen für die auswärtigen Angelegenheiten den Ansprüchen der Opportunisten nachgeben und statt des diesen unbequemen Bonrre den Senator Floureus zur Übernahme dieses Postens auffordern. Bereits wird von den meisten Pariser Blättern auch diese Wahl höchlich gemißbilligt. Bereits hat Clemcneeau in der Kammer erklärt, das Programm Goblets mit seiner Enthaltsamkeit gegenüber den vom Radikalismus verlangten Reformen, namentlich der Trennnng von Kirche nnd Staat, sei unbefriedigend. Weiteres wird ohne Zweifel nicht lange ans sich warten lassen, und schließlich wird eine neue Drehung des Kaleidoskops erfolgen, und dann wieder eine, und so fort mit Grazie, aber nicht in mllmtum,

Deutsche borgen in Österreich.

4.

ie wir gesehen haben, entwickelte sich das jetzige österreichisch-unga­rische Staatengebilde dnrch Angliedernng nichtdeutschcr Nationali­täten an die Deutschen der Ostmark, die mithin historisch den Stamm oder Kern desselben darstellen. Sie faßten sie zusammen, erhielten sie in der Vereinigung und vermittelten ihnen ihre Kultur. Sie sind endlich, wenn wir von Ungarn absehen, wo unter fünf Millionen Magyaren etwa zwei Millionen Deutsche wohnen, an Zahl das Hauptvolk; denn sie zählen