Beitrag 
Die Geschichte der Gotthardbahn.
Seite
565
Einzelbild herunterladen
 

565

Apvstel der absoluten Gcwerbefreihcit, Handelsfreiheit, Freizügigkeit, der allge­meinenhöhern" Bildung ein Loch hat, so soll der Krieg helfen. Die Me­dikamente will man nicht, folglich lvrrmri ot, iMem, Mögen die Thoren davor bewahrt bleiben, ihr Rezept an sich selbst zu erproben!

Sie Geschichte der GotLhardbahn.

er heute auf sicherer Eiseuschieue in wenigen Stunden von den herrliche» Ufern des Bierwaldstätter Sees nach den noch won­nigeren Gestaden der italienischen Seen hinüberfliegt, blickt mit staunender Bewnndcuing auf das Werk, weiches durch Fels und Hochgebirge hindurch diesen Weg gebahnt hat. Aber nur wenige werden wohl eine genauere Vorstellung haben von dem ungeheuern Anfwcmde an Meuschcugeist und Mcnschenkrnft, welcher nötig war, nm dieses Riesenwerk zu schaffen. Es liegt uns eiue Geschichte der Gotthardbahn, dargestellt oo» dem Archivar der Gvtthardgesellschaft Dr. Wanner, in zwei starten Bänden vor, von denen der erste (1880) die Begründung des Unternehmens, der zweite (1885) den Bau der Bahn zum Gegenstaude hat. Für die Leser dieser Zeitschrift dürfte es von Interesse sein, wenn wir ihnen unter Benutzung dieser Schrift in kurzen Züge» ein Bild der Geschichte vorführen.

Der Gotthardpaß als Verbindungsweg zwischen Italien nnd Deutschland war dem Altertum noch nicht bekannt. Der große St. Bernhard, der Julicr und der Sptügen waren die Pässe, welche die Römer vorzugsweise benutzten. Erst um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts wird der Weg über den Gvtthard als Pilgerpfad genannt, um das Ende dieses Jahrhunderts auch der Übergang von Waaren über denselben erwähnt. In einer Urkunde von 1309, in welcher zuerst der NameSt. Gotthard" vorkommt, wird auch schon der stäubenden Brücke" gedacht. Das war ein sechzig Meter langer, mit Ketten am Felsen befestigter hölzerner Steg, welcher, über der tosenden Reuß schwebend, durch den ungangbaren Felsenschlund den Weg vermittelte. Erst das im Jahre 1707 gesprengte Urner Loch machte denselben überflüssig. Der alte Weg über den Gvtthard war ein steilansteigender, holperiger Saumpfad, desfe» Überreste noch jetzt vielfach zu sehen sind. Zuerst im Jahre 1775 wagte es ein Eng­länder, mit seinem Wagen über den Gotthard zu fahren, was ihm achtzehn Karolin kostete. Es war ein Unternehmen, als ob man heute den Montblanc besteigt. Später wurde dieses Unternehmen öfters wiederholt. Von Altdorf