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Max Duncker.
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Zur Lebensbeschreibung Heinrichs von Aleist.

Freunde in Halle verweilen. Da rief ihn unterwegs ein rascher Tod ab. Er starb am 21. Juli in Ansbach, an einem Orte, von welchem einst das Hohen- zollernhaus den Gang in die Marken angetreten hatte. In Berlin ward er am 24. Juli bestattet.

Ein kurzer Nachruf einer Zeitung nennt Duncker einen von den Aufrechten. Es war dies in dem dankbaren Bewnßtsein von der Kraft, die Gott in ihn gelegt hatte, er war es noch mehr in der abweisenden Vornehmheit, welche er aller Niedrigkeit und Unlauterkeit entgegensetzte, am meisten aber in der Hoffnung und dem Vertrauen auf den Sieg der idealen Sache, der er sein ganzes Leben widmete. Aber neben dieser Stattlichkeit seines Wesens, von der auch seine äußere Erscheinung zeugte, ging die Bescheidenheit her, welche das eigne Verdienst gering achtet und billig auch deu Wert des Mitstrebendcn, selbst des Widersachers würdigt. Wie er treu uud hingebend war für sein Amt und feine Lebensaufgabe, so bewährte er sich auch au denen, die zu ihm standen und ihm befreundet waren; vielen hat er in uueigennntziger Hilfsbereitschaft den Weg in das Leben erschlossen, durch das Leben geebnet. Dabei ward es ihm nicht schwer, Krünknngen zu vergessen, während er die Erinnerung an jeden noch so kleinen Dienst oder Liebesbeweis festhielt. Und zu all dem reichen Wissen, dem vielseitigen Können, dem hochgerichteten, ernsten Wollen hatte ihm die Vorsehung den Schmuck der natürlichen Herzensfreundlichkeit, das Behagen an heiterm Verkehr verliehen. Es ist eine Gunst des Geschickes, einem solchen Manne nahegestanden zu haben. Jeder, dem sie zn Teil geworden ist, wird mit uns sein Andenken in treuer Dankbarkeit, Liebe und Verehrnng bewahren.

Halle a. s. Otto Nasemann.

Zur Lebensbeschreibung Heinrichs von Kleist.

Von Rarl Liebrich. (Schlusi.)

s wurde znletzt gesagt, daß das ursprüngliche und bestimmende Moment von Kleists Reise das ideale gewesen sei. Um dies zn beweisen, muß auf die dichterischen Pfade, die Kleist zu dieser Zeit wandelt, hingedeutet werden. Vor seiner Abreise übergicbt er der Braut ein Gedicht, welches beginnt:

Nicht aus des Herzeus bloßem Wuusche keimt Des Glückes schöuc Gvttcrpflanzc auf. Der Mensch soll mit der Mühe Pflugschar sich Des Schicksals harten Boden öffueu, soll Des Glückes Erntctag sich selbst bereite» Und Thaten in die offnen Furchen streun.