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Die deutsche Landliga und ihre Bestrebungen :
(Fortsetzung.)
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Germanische Altertümer aus den Banerdörfern Nordungarns. 497

Und wenn auch durch den Sturz Gladstones ein Stillstand iu diese Thätig­keit der Gesetzgebung eintreten wird, so ist doch die Richtung, welche dieselbe einhalten muß, für die Zukunft angegeben, und wird schwerlich wieder verlassen werdeu können. (Schluß folgt.)

Germanische Altertümer aus den Bauerdörfern Nordungarns.

von Aarl Rhamm. ^. Durch slowakisches Tand nach Deutsch-Praben.

ie Veranlassung zu meiner vorjährigen Sommcrreise nach den deutschen Bauerdörfern bei Kremnitz in Nvrdungcirn war eine eigentümliche. Im März des Jahres 1882 befand ich mich in Kram, um dort in dem deutsch-slawischen Grenzgebiete ethno­graphischen Untersuchungen nachzugehen. Von Veldes begab ich mich nach dem entlegenen Gebirgskessel der Wochein, wo ich in dem Hauptdorfe Windisch-Feistritz einige Tage Aufenthalt nahm. Dort fand ich im Wirtshause des Doktoritsch einen Bergingenieur G,, der mit seiner Frau im obern Stock zur Miete wohnte und mir bei meinen Studieu aufs liebenswürdigste zur Seite stand. Eines Abends, als wir uns über slovenische Verhältnisse unterhielten, brachte ich die Rede auf die bekannte Gewohnheit der nächsten Nachbarn und Verwandten der Slowenen, der Kroato-Serben, nicht in einzelueu Familien zu lohnen und zu wirtschaften, sondern aus dem altüberkommenen Grundbesitze in größern verwandtschaftlichen VerbÄnden möglichst lange ungeteilt zusammen­zubleiben, auf die sogenannte Hauskommunion, Hansgenossenschast, Ag-ärug^. Dasselbe können Sie, rief da G. zu meinem Erstaunen aus, bei uns in Ungarn unter den deutschen Bauern iu Krickerhäu sehen, wo ich jahrelang als Berg­beamter zugebracht habe. Dort wohnt das ganze Geschlecht zusammen in einem großen Hause? unteu ist die große Stube mit dem Ofen, darum ein Gestüng, an welchem eine Anzahl hängemattenähulicher Wiegeu für die kleiuen Kinder befestigt sind; hier essen an einer Anzahl von Tischen die verschiednen Familien zu Mittag; nachts schlafeil die Unverheirateten hier unten ohne Betten, ohne daß etwas Ungehöriges geschähe, denn in Krickerhäu herrschen die strengsten und reinsten Sitten; oben im Hause hat jede Familie ihr Schlafzimmer mit einer

Grmzboten IU. 1886. 63