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Aus der Chronik derer von Riffelshausen : Erzählung in zwei Büchern :
(Fortsetzung.)
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Aus der (Lhronik derer von Riffelshausen

Erzählungen zwei! Büchern von Margarethe von Biilow.

«Fm'tschung.)

Viertes Capitel.

ls die Herren sich allein befanden, begann Bohemnud, ohne sich durch die Anwesenheit des Kandidaten beunruhigt zu fühlen, eine nochmalige Erörterung der Ursachen, die ihn zur Über­siedelung nach Siebenhofeu bewogen hatten. Ich versichere dir, sagte er zu seinem Vrnder, daß ich in der letzten Zeit des öftern sehr leidend gewesen bin, daß ich mich ganz unfähig fühlte, meinen Pflichten nachzukommen. Dabei ist Therese wirklich unnötig besorgt um mich; sie ließ mir keiue Ruhe, bis ich ihr versprach, vorlausig nur meiner Gesund­heit zu leben. Nun sage mir aber, wie gefällt sie dir, Georg?

Deine Frau? Sie sieht gut aus. Ich meine, sie sieht aus, als ob sie gut sei.

Gut? Nun natürlich, du sonderbarer Schwärmer! Dachtest du, ich hätte mir eine Xanthippe ausgesucht? Hast du aber kein Wort für ihre reizenden Farben, ihre Madonnenangen?

Sie ist zu zart und blaß. Die Landluft wird euch beiden gut thun.

Herr Trakelberg war während dieses Zwiegespräches zu dem Schlüsse ge­langt, daß er ein überflüssiger, vielleicht belästigender Zuhörer sei. Da er aber durchaus nicht herauszufinden wußte, wie und wohin er sich etwa entfernen könnte, so beugte er sich tiefer über seine Theetasse und blieb sitzen.

Der Hofmnrschall hatte des Bruders letzte Erwiederung kaum vernommen.

Ich hoffe, Cäcilie wird ihr freundlich entgegenkommen, sagte er nach einem kurzen Schweigen, denn, lieber Gott! ist es ihre Schuld, daß die Mutter eine Schauspielerin war?

Gewiß nicht, erwiederte Georg.