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Aus Spanien.
gegriffen werden, aber doch unausführbar sind, und die deshalb die soziale Erregung nur vermehren. Wir leiden schon an einer ganzen Anzahl solcher Gedanken. Normalarbeitstog, völlige Sonntagsruhe, Beseitigung von Franen- und Kinderarbeit, Schaffung gewerblicher Schiedsgerichte zur Entscheidung über die Höhe der Löhne, das alles sind Dinge dieser Art. Der Reichskanzler ist schon mehrfach in der Lage gewesen, als praktischer Staatsmann dem Andrängen nach solchen unausführbaren Dingen sein unerbittliches Uon possunrus entgegensetzen zu müssen. Es ist nicht zu wünschen, daß die Zahl solcher Dinge sich noch vermehre. Und deshalb halten wir es für nicht minder verdienstlich, angeregten Gedanken dieser Art eine nüchterne Kritik gegenüberzustellen, wenn auch dieselbe zu dem unerfreulichen Ergebnisse führt, daß anf dem fraglichen Gebiete schwerlich zn helfen sei. Aus diesem Gesichtspunkte ist der vorstehende Aufsatz geschrieben worden.
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Aus Spanien.
ahrlich ein bewundernswürdiges Geschlecht, jene Männer, welche noch vom Ende des vorigen und vom Anfang dieses Jahrhunderts her in unsre Zeit hereinragen! Da kommt ein Greis, der sich noch der Begeisterung erinnert, welche der .Kampf der Spanier gegen Napoleon in Deutschland entzündete, der als ein Sechziger noch in die diplomatische Laufbahn eingetreten ist, und als Achtziger mit voller Frische nnd Lebendigkeit die Eindrücke und Beobachtungen zu Papier bringt, welche er anderthalb Jahrzentc früher bei Gelegenheit einer vertraulichen Sendung in fremden Ländern gesammelt hat. In mancher Beziehung lassen sich Theodor von Bernhardis Reiscerinnerungen aus Spanien (Berlin, W. Hertz) mit dem Buche vergleichen, welches Gustav Körner vor etwa zwanzig Jahren über dasselbe Land herausgab. Der als Teilnehmer an dem Frankfurter Putsch von 1833 nach Nordamerika verschlagene deutsche Student hatte als Gesandter der Union in Madrid offenbar viel freie Zeit gehabt nnd sie vorzugsweise dazu benutzt, die spanischen Galerien zu stndiren. Auch Bernhardt ist Kunstfreund, aber weder kann dies seine starke Seite genannt werden (seinen Urteilen über Malerei und Plastik haftet vielfach die Einseitigkeit der alten Schule an, während über Bauwerke viel Interessantes beigebracht wird), noch hat er mit solcher Muße wie Körner einer Liebhaberei nachgehen können. Desto aufmerksamer nimmt er von allem Notiz, was auf die politischen, die