Beitrag 
Die deutschen Schutzgebiete und ihre Rechtsverhältnisse.
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

264

Robert Schumann in seinen Iugendbriefen.

den Verträgen gegebnen freien Spielraum; sie wird allmählich die Eingcbornen zur Zivilisation hinüberleiten können und ihnen jeder Zeit die volle Autorität zur Geltung zu bringen imstande sein. Es wird die Zeit nicht ausbleiben, in welcher anch Rechtsvorschriften für die Urbewohuer der Schutzgebiete erlassen werden können, und das Gesetz selbst gestattet, daß bei Prozessen der erster», in welchen diese als Beklagte oder Beschuldigte beteiligt sind, ein Gericht in den Schutzgebieten die letzte Instanz bildet. Es ist aber auch die rechtliche Grund­lage gewonnen, um die Verhältnisse der großen Kolonisationsgesellschaften end- giltig zu regeln.

In der dürren Wüste der Partcikcimvfe der letzten Jahre bildet das vor­liegende Gesetz eine erquickende Oase; es bietet einen neuen Beweis dafür, daß ein großer nationaler Gedanke die Parteien auch wider ihren Willen mit sich sortreißt nnd daß der Terrorismus derselben doch noch einen Widerstand findet, wenn das Volk in seiner Mehrheit die Ziele der Zeit besser zu erfassen versteht, als die ihm aus Parteirücksichten aufgezwnngenen Vertreter.

Robert Schumann in seinen Iugendbriefen.

von F. Gustav Iansen.

ür die Veröffentlichung der Jugendbriefe von Robert Schu­mann, nach den Originalen mitgeteilt von Klara Schu­mann (Leipzig, 1885) gebührt der verehrten Herausgebcrin der wärmste Dank. Zwar umfaßt die Bricfsammlung nur die Zeit vom achtzehnte» bis zum dreißigsten Lebensjahre Schumanns bis zu seiner Vereinigung mit Klara Wieck; aber sie ist trotz mancher Auslassungen reichhaltig geuug, um diesen Abschnitt seines Lebens nunmehr vollkommen durch­sichtig erscheinen zn lassen. Im Vorwort ist mit Recht gesagt, daß die Welt bishermehr von Schumanns Eigenheiten als von seinen Eigenschaften wisse"; umso freudiger ist die Veröffentlichung dieser Briefe zu begrüßen, dieden ganzen Reichtum einer ideal angelegten, mit Kraft und Energie ausgestatteten und den höchsten Zielen zustrebenden Jüngliugsnatur offenbaren." Herzerquickend strahlt aus ihnen die schöne Menschlichkeit, der wahrhaft reine und edle Charakter des reichbcgabten Künstlers hervor.

Niemand aber wird diese Briefe mit größerer Freude begrüßt haben als diejenigen Verehrer N. Schumanns, welche mit mir der Ansicht sind, daß eine Biographie" Schumanns erst noch geschrieben werden müsse. Die unter diesem