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Mein Freund der Nihilist :
(Schluß.)
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Mein Freund der Nihilist.

von I. von Ungor.

(Schluß.)

ch erkenne meine Verpflichtung dazu, erwiederte ich, iu vollem Umfange an, aber keineswegs die Verpflichtung, Ihnen auf Jhrcu Wegen zu folgen. Denn, Hand aufs Herz können Sie denn im Ernst glauben, daß der von Ihnen geschaffene ideale Zustand auch nur acht Tage lang Bestand haben werde?

Gewiß! Ist er da, dann wird die Menschheit so weit sein, ihn zu ertragen und ihn aufrecht zu erhalten.

Und wie wollen Sie verhindern, daß z. B. der Unterschied zwischen Arm und Reich binnen kurzem wieder eiutritt?

Wie soll das kommen? Jeder erhält, was er braucht, im günstigsten Falle etwas mehr; wie soll er es machen, um Vorräte anzusammeln, und wozu sollte er es thun?

Nun, um sie seinen Kindern zu hinterlassen.

Ganz recht; aber das schneiden wir auf sehr einfache Weise ab: wir be­seitigen das Erbrecht.

Das ist freilich gründlich.

Es geht nicht anders. Und auf der andern Seite ist es weit weniger hart, als Sie denken. Denn auch die Familie und das Verhältnis der Eltern zu den Kindern wird sich völlig umgestalten.

Wodurch?

Was ist die Grundlage der jetzigen Familie? Nun, die Ehe.

Und wenn wir diese abschaffen? Sie wollen die Ehe abschaffen? Allerdings, wir werden die Axt an die Wurzel legen.

Grmzbvten IV. 1835 L2