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Wie ganz anders wäre es, wenn Herr vr. Meyer oder Herr Dr. Cohn — der Vertreter der öffentlichen Meinung führt in der Regel auch einen „fiktiven" Dvktortitel —, Herr Müller oder Herr Schulze jedeu Artikel mit ihrem Namen zeichnen müßten und dann nicht mehr von der „öffentlichen Meinung," sondern nur von ihrer eignen Person reden müßten? Hätten sie dann dieselbe Autorität auf den Philister?
Die „öffentliche Meinung" wird, wie mau sieht, handwerksmäßig zubereitet; sie ist das Produkt einer großen Industrie, die oft auch auf Bestellung arbeitet. So lange der Durchschnittsmensch — nnd dieser reicht leider oft sehr hoch hinauf — sich nicht auf sein eignes Urteil verläßt, sondern ein fremdes als Autorität hinnimmt, so lange das gedruckte Wort uoch deu Zauber auf den Leser ausübt, daß er meint, es müsse eine Sache wahr sein, weil sie gedruckt sei — so lange wird die Presse eine Macht bleiben, eine Macht, die heute in der That lediglich auf die Dummheit der Menschen spekulirt.^ Die Buchdruckerkunst hat den Höhepunkt ihrer Segnungeu überschritten; hat sie zuerst die Fackeln des Geistes in alle Winkel der Erde getragen und Aufklärung und Wissen verbreitet; in Gestalt der Tagespresse wirkt sie diesem Ziele jetzt direkt entgegen. Die öffentliche Meinung ist gewiß von hohem Wert, aber sie ist nicht mehr oder nur selten erkennbar; das aber, was sich für sie ausgiebt, ist nur die Anschauung weniger, welche mit einer gewissen Dreistigkeit sich als Vertreter der allgemeinen Anschauung aufspielen. Ist die wahre öffentliche Meinung schon wankelmütig — wir denken an das „Hosicmnah" und das „Kreuzigt ihn" —, diese eingebildete ist es noch mehr, und sie sucht durch Anmaßung zu ersetze», was ihr au innerm Wert abgeht. Wehe, wenn ihr zu uahe getreten wird! der Verbrecher wird bis aufs Blut verfolgt und kalten Mutes abgethan. Das schwerste Verbrechen aber ist, diese papierne „öffentliche Meinung" anzugreifen, denn das ist ein Verbrechen an der Volksmajestät und kann nur mit dem Tode gesühnt werde».
Doch das Wort erschreckt mich; ich sehe, daß mir dieser Aufsatz gefährlich werden könnte, nnd so sei der Nest — Schweigen. ^
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icsen dein ehrwürdigen LMenrA naturs-s Liunes entlehuten Titel führt eine im Laufe dieses Jahres erschienene Schrift, welche die eingehendste Beachtung verdient. Die geschichtliche Erscheinung, von welcher sie ausgeht, die der Wildlinge oder, wie sie der Verfasser nennt, der Jsolirtcn, ist zwar dem Gedächtnis und dem Interesse der lebenden Generation entschwunden; einen desto bleibenderen Wert