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Die Russen in Zentralasien : 4.
(Schluß.)
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Der Notstand des Privatkapitals.

gebettet. Man hat lange nicht gesehen und geglaubt oder nicht sehen und glauben wollen, was das Vordringen der Russen in Zentralasien seinem letzten Zwecke wich bedeutete. Jetzt ist der Kern des Pudels, der zum Elephanten geschwollen war, klar und deutlich aus der Dunstgestalt herausgetreten, sodaß niemand mehr über ihn im Zweifel sein kann. Man darf nicht mehr wie Gladstonc und seine Partei auf eiuen Kompromiß hoffen, man muß Entschlüsse fassen, uud es ist schwer, genau zu sagen, welche. Palliativmittel helfen nicht. Das lehrt die Vergangenheit, predigt die Gegenwart, und von der nächsten Znkunft ruhigere Tage erwarten, heißt träumen. In Rußland erwartet mau den baldigen Tod oder Sturz Abdnrrachmans und hält Cjub Chan bereit, damit man ihn als Karte ausspielen, sein Recht als Vvrwand, seinen Namen als Sammelrnf benutzen kanu, wenn jene Erwartung sich erfüllt. Die letzten Gerüchte von Wirren jenseits der Berge haben sich nicht bewahrheitet. Sie waren aber Anzeichen dessen, Ums man in jenem Lager hofft, wünscht und viel­leicht vorbereitet, uud es ist nichts weniger als unmöglich, daß solche Gerüchte binnen knrzem Thatsachen werden, die den russischen Eroberern wieder um ein Stadium weiter nach Süden hin verhelfen. Wir werden dann sehen, waS Salisbnry oder sein Nachfolger dagegen vermag.

Der Notstand des Privatkapitals.

ch verhehle mir keineswegs, daß es beinahe vermessen ist, in unsern Tagen zn Gunsten des Kapitals zu schreiben, welches als der Feind der Arbeit, als schuld au vielem Übel bezeichnet wird; welches die Extremen ganz abschaffen, Gemäßigtere durch den Staat kon- fisziren lassen wollen, und welches selbst die Besonnenen wenig­stens durch Steuern und andre Maßregelnngen in gewisse Schranken verweisen zu müssen glauben, um seinen verderblichen Wirkungen einigermaßen entgegen zn treten.

Es sei die Frage erlaubt: Verdient das Kapital der allgemeine Prügel­knabe zn sein, ist es wirklich der Feind der Arbeit, der Gesellschaft? Sehen wir uns nach Gründen um, warum das Kapital so großer Mißgunst unter­liegt, so ist es Wohl vor allem die Vorstellung, welche man sich von einem Kapitalisten" zn machen liebt als von einem Menschen, der, jeder Arbeit ab-