Literatur.
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Berichtigung. In einem Artikel in Nr. 17 d. Bl.: „Sparkassen als Einnahmequelle" war unter änderm gesagt, daß in der Stadt Posen ans den Ucber- schüssen der Sparkasse ein Theater erbaut worden sei. Von dem Magistrat der Stadt Posen geht uns die Erklärung zu, daß diese Behauptung unrichtig sei; zum Bau eines Theaters sei aus den Ueberschüssen der Sparkasse dort nichts entnommen worden.
Wir beeilen uns, diese Berichtigung zn veröffentlichen, und gestatten nns unsrerseits, hierzu nur folgendes zn bemerken.
Der Verfasser des betreffenden Artikels bedauert, eine unrichtige Nachricht verbreitet zu haben, ist jedoch überzeugt, daß, weuu nicht Posen, so eine Nachbarstadt diejenige sein müsse, wo der betreffende Vorfall sich ereignet hat. Da er jedoch seiner Sache nicht sicher ist, so will er die Nennung des Namens unterlassen.
Daß der verehrliche Magistrat der Stadt Posen (ebenso wie die „Poscner Zeitung") unsern prinzipiellen Standpunkt zur Sache offenbar teilt, kann uns uur mit lebhafter Befriedigung erfüllen, und wir können nur hoffen, daß unser Artikel dazn beitragen werde, diesem Standpunkte in immer weitern Kreisen znr Anerkennung zu verhelfen. In diesem Sinne freuen wir uns sogar des begangnen Irrtums, der ja selbstverständlich nicht im mindesten eine Spitze gegen die Verwaltung der guten Stadt Posen enthielt oder enthalten sollte; wir fürchten im Gegenteil, daß sich in Deutschland (auch iu den Gemeindeverwaltuugen) nur zu viele Leute finden werden, welche in den: (angeblichen) Verfahren Posens etwas durchaus Nachahmenswertes erblickt habeu würden. Der begangne Irrtum hat nun aber ans diese Angelegenheit aufmerksam gemacht uud mindestens das erreicht, daß die Gemeindeverwaltung einer ansehnlichen deutschen Stadt dieses Verfahren für ein solches erklärt hat, durch welches sie sich für kompromittirt halten würde.
Die Redaktion der Grenzboten.
Literatur.
Politische Geschichte der Gegenwart von Wilhelm Müller, Professor in Tübingen XVIII. Das Jahr 1884. Berlin, Julius Springer, 183S.
Wilhelm Müllers Politische Geschichte der Gegenwart ist ein Führer geworden, dessen Wiedcrcrscheincn stets mit Frende begrüßt wird. Die bekannten Vorzüge des Werkes, geschickte Auswahl des Stoffes, klare Gruppirung, maßvolles Urteil, eine lebendige und von warmer nationaler Empfindung erfüllte Darstellung finden sich auch in dem uns vorliegenden achtzehnten, das Jahr 1884 behandelnden Bande. Die Uebersicht beginnt mit dem deutschen Reiche, besonders interessiren hier die der deutschen Kolonialpolitik und den Reichstagsvcrhnndlnngen vom Dezember vorigen Jahres zugeteilten Abschnitte. Frankreich und den französischen Unternehmungen in Tongking ist die zweite Abteilung gewidmet. Es folgen dann die übrigen europäischen Länder, bei welchen der Verfasser der englisch-ägyptischen Frage und den Ereignissen in Norwegen besondre Aufmerksamkeit zugewendet hat; den Schluß