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Literatur,
ausgeprägte Individualität, keine originelle Erfiuduugs- und Schöpfungskrast hervor, er war ein Eklektiker, der sich allen Musikarten und Schulen anzupassen wußte. London, im Juni ^835.
Literatur.
Bilder aus dem alten Rvm. Bon Franees Elliut. Deutsche, von der Verfasserin besorgte Ausgabe, eingeführt von Professor Dr. Wiktor Schnitze. Mit einem Lichldrnckbild.
Leipzig, Georg Böhme, 1884.
Es sind wirklich anschauliche uud lebensvolle Bilder, die uus die Verfasserin entwirft. Durch eine Reihe historisch bemerkenswerter Orte der Weltstadt wird der Leser hindnrchgeführt und mit all den Erinuernngcn, die sich an sie knüpfen, bekannt gemacht. Das Ganze ist in elegantem uud fesselndem Stile geschrieben. Dabei bekundet die Verfasserin große Vertrautheit mit den antiken Autoren; freilich wird wohl hie und da diesen Gewährsmännern, deren Urteil bekanntlich nicht immer ungetrübt ist, gar zu vertrauensvoll gefolgt, und manches aus dem Leben der Siebenhügclstadt in der Kaiserzeit dürfte etwas gar zu schwarz geschildert erscheinen. Besonders die Cäsaren selbst sind in finstere Nacht getaucht. Auch die interessanten psychologischen Betrachtungen, zu denen der Verfasserin die uns erhaltenen Büsten der Kaiser Anlaß geben, fiudeu nicht immer unsern Beifall (wie z. B. die über Hadrian und Vespasian u. a.); doch wird mau uicht umhin können, sie geistreich zu nenuen. Besonders hervorheben wollen wir das zweite Kapitel, welches „Das Leben im alten Rom" behandelt, und den Abschnitt über die Katakomben. Die Einleitung zn diesem macht den Eindruck, als wäre sie von einem kompetenten Gelehrten geschrieben. Sehr anziehend wird die Lektüre gemacht durch die historischvergleichende Betrachtungsweise der Verfasserin, die uns meist die Menschen und Sitten, wie sie iu den verschicdnen Phasen der geschichtlichen Entwicklung auf gleichem Boden herrschten, vor Augen führt.
Die vorliegende deutsche Ausgabe — das Original kennt Referent nicht uud weiß daher auch nicht, wie es sich znr Uebersetzung verhält —> wird eingeleitet durch eiu kurzes empfehlendes Vorwort von Viktor Schultze, dem besonders auf dem Gebiete der christlichen Archäologie als hervorragend anerkauuten Gelehrten.
So können wir das Büchlein Freunden einer gewählten nnd zugleich interessanten Lektüre nur empfehlen.
Karl Friedrich Eichhorn. Sein Leben nnd Wirken nach seinen Aufzeichnungen, Briefeil, Mitteilungen von Angehörigen, Schriften, beschrieben von Dr. Joh. Friedrich von Schulte, Geh. Justizrat und ordentl. Professor der Rechte in Bonn. Stuttgart, Ferdinand Eule, 188S.
Die Verdienste Eichhorns um die deutsche Rechtswissenschaft sind so unbestreitbar, daß sie keiner besondern Hervorhebung bedürfen; jeder Fachmann kennt sie, einem Laien wird man schwer einen richtigen Begriff davon geben können. Dies ist auch offeubar nicht der Zweck der vorliegenden sechzehn Bogen umfassenden Schrift, sie will das Leben dieses großen Juristen erzählen. Sein Leben aber bietet Verhältnis-