Um eine perle.
Roman von Robert Waldmüller (Ld. Duboc). (Fortsetzung.)
iusevpc Gonzaga teilte Bcppo, dessen Anschlägigkeit in solchen Dingen nichts zu wünschen übrig ließ, seinen Entschluß mit und gab ihm in Rücksicht auf die Maßnahmen, welche er für die Entführung Fioritas ins Werk setzen wolle, völlig freie Hand. Nnr verlangte er, daß achtundvierzig Stunden für die Ebnung aller Schwierigkeiten genügen sollten.
Aber Beppo war nicht mehr der rücksichtslose Wagehals, als welchen ihn sein Herr bisher geschätzt und ausgenutzt hatte. Die Enthaltsamkeit hatte, wie Beppo selbst meinte, seiner Genialität Abbruch gethau. Auch die Unberechenbarkeit seines Herrn war ihm doch in die Glieder gefahren. Dazn das ihm unbekannte Terrain und endlich die Fricmlerin, an deren vielleicht mißbilligendes Urteil er öfter dachte, als für die Keckheit des ganzen Unternehmens gut sein konnte.
So entwarf nnd verwarf er denn immer neue Pläne und schlich spintisi- rend umher, bis Giuseppe endlich zornig selbst alle ihm richtig dünkenden Anordnungen traf, die Wachen des nächsten Thores bestach, zwei Sänften außerhalb des Thores bereit halten ließ und sich nun, den blanken Degen unter seinem Mantel tragend, zur Abendandacht nach San Stefano begab.
Enfemia kniete schon in dem abgelegenen Winkel, in welchem sie allabendlich ihm über ihre Herrin Rede gestanden hatte.
Er fragte weniger als die Abende vorher, schloß sich ihr aber an, als sie heimgehen wollte. Ihr ahnte denn auch nichts Gutes, und sie besann sich plötzlich auf ein wichtiges Stadtgeschäft, das ihr aufgetragen sei und das sie noch zu einem weiten Umweg nötige.
Du wirst gut thun, es aufzuschieben, sagte er, und sie gewahrte mit Schrecken, daß er einen entblößten Degen unter dem Mantel trug.