Um eine perle.
Roman von Robert Waldmüller (Cd. Dnboe). (Fortsetzung.)
er Lakai hatte mir soweit aufgemerkt, wie das Signalement des Fremden durch die Mitteilungen der Neapolitaneriu sich vervollständigte. Erst wieder gesetzt hatte er sich nicht. Weiter, weiter! sagte er, als die Neapolitanerin zu Ende war. Wo hat er also Quartier genommen? Das weiß ich nicht.
Du wolltest für ihn in den Vesuv oder wo weiß ich hinspringcn, und fragst nicht, wo du ihn finden kannst? Siguvr Antonio Maria! Das binde andern auf. Aber Signor Antonio Maria!
Nun, so warst du vor unsinniger Vernarrtheit nicht bei Verstände. O nein, Signor, sagte die Neapolitanern mit funkelnden Augen, ich hätte ihn gefragt, ich war nahe daran — Aber?
Aber er hatte ja doch nach seiner Meinung eine Schuld unberichtigt gelassen —
Ein subtiler Grund! Du bist unverbesserlich, Medusa! Geh zu deinem Papa, dem Reimschmied, ins Kloster! Oder hast du etwa, seit ich dir hier den Posten verschaffte, mir auch nur eine einzige brauchbare Personalnotiz verschafft? Und doch warft du dem Verhungern nahe, als ich mich deiner erbarmte.
Die Neapolitanerin hatte ihrerseits kaum besser Acht gegeben als zuvor der Lakai; ihre Gedanken waren bei dem Geheimnis, das sie nicht eher verraten zu wollen geschworen hatte, bis der Lakai ihr auf die Spur des Kavaliers verholfen haben werde.