Zur Revision inanchesterlicher Lehren.
(Schluß.) 7.
enn nach allein, was ich angeführt habe, die Arbeiter wenig Aussicht haben, ihr Verhältnis zum Unternehmer durch Verminderung ihres Angebotes zu bessern, so entsteht die Frage, ob dies nicht in andrer, vielleicht in ähnlicher Weise geschehen könne, wie wir es beim Kapitalisten beobachtet haben, d. h. dadurch, daß sie in ein Assoziativnsverhältuis zum Unternehmer treten.
Wenn mall von Verbesserung des Loses der arbeitenden Klassen spricht, so ist mit allen denjenigen nicht zu rechten, deren Phantasie von einer völligen Gleichheit der wirtschaftlichen Lage aller Menschen träumt. Selbst die St. Si- mouisten gingen doch nur soweit, die Verteilung des erzeugten Reichtums nach Fähigkeit und Fleiß eines Jeden zu verlangen: Ä e.wuzu'uir selcin ss, oax^oitö et ^ eliÄMö <zg,xg,<zit,«z srnvaut 8öL cvuvrks. Diese argen Doktrinäre sahen jedoch bald ein, daß ihr System in kurzer Zeit zu den schreiendsten Ungleichheitcu führeu würde, weil unter den Menschen nichts so verschieden ist als Fähigkeit und Fleiß. Ihre Schule hat sich daher auch bald auf die Forderung einer gerechteren Verteilung des Prvduktionsgewinnes beschränkt und dazu mehr oder weniger radikale Mittel, bis zur gänzlichen Abschaffung des Privateigentums, vorgeschlagen. Lassalle empfahl einfach die Konfiskation des Unternehmergewinns, als ob derjenige, der der geistige Urheber einer Produktion ist, nicht anch seines Lohnes würdig wäre. Auch bei diesem scharfen Denker — dies sei im Vorübergehen bemerkt — sieht man, zu welchen Irrtümern es führt, wenn man als Elemente der Produktion nur Kapital und Arbeit betrachtet, ohne zu bedeuten, daß sie wie die Kometen unstät im Raume herumirren würden, wenn sie nicht vom Unternehmer Zweck und Bestimmung erhielten.
Ich will und kann mich nicht auf eine Kritik der verschiedenen sozialistischen Systeme einlassen, sondern will nur bemerken, daß auf solchen Wegen aus sehr einfachen und naheliegenden Gründen niemals das erstrebte Ziel zu erreichen sein wird, selbst wenn man mit alleil unsern staatlicheil und gesellschaftlichen Einrichtungen und Ordnungen vollständig aufräumen wollte und könnte. Denn die unendliche Mehrzahl der Menschen wird niemals auf die Dauer zugeben oder dulden, daß ihnen die Frucht ihrer Gedanken, ihrer Arbeit und Anstrengung,