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Wilhelm Roßmann.
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und lebendig, aber hie und da etwas pretiös und mit Beziehungen über­laden. Die Schilderungen wie die Erörterungen in den „Gastfahrten" wirken frischer, unmittelbarer und einfacher, sie gehören zn dem Besten, dessen wir uns in neuerer Zeit auf diesem Gebiete erfreut haben. Eine größere kunsthistorische Arbeit, mit welcher Noßmann seit Jahren beschäftigt war, scheint so wenig zum Abschlüsse gelangt zu sein wie sein historisches Hauptwerk. Immerhin genügen die vorhandenen Schriften des in bester Manneskraft Dahingerafften, um seinem literarischen Streben in engern und weitern Freundeskreisen ein rühmliches Andenken zu sichern. Noßmanns ganze Persönlichkeit war darnach angethan, zahlreiche Freunde zn erwerben. Von stattlicher Erscheinung, mit einem sprechenden Auge und einem klangvollen Organ begabt, eine gewisse Vornehmheit und Würde der Lebensform mit bescheidener und ruhiger Zurückhaltung verbindend, vielseitig unterrichtet und darum den verschiedensten geistigen Bestrebungen verständnis­volles Interesse bezeigend und bewahrend, war er jedem Lebeuskreise willkommen und zählte Freunde in allen. Die Krankheit, der Tod lind die prunklose Be­stattung Roßmanns gaben für die Freunde Anlaß, ihre Teilnahme an den Tag zu legen. Noch besser und nachhaltiger werden sie diese Teilnahme erweisen können, wenn sie dafür sorgen helfen, daß ein ernstes, pflichtvolles und pflicht­treues, edeln Aufgaben dienendes Leben nicht in den Schlamm geringschätziger Gleichgiltigkcit und frivoler Nichtachtung versenkt wird, welche die Losung eines Geschlechtes sind, bei dem, in cmderm Sinne als es der Dichter meinte, nur der Lebende Recht hat.

Die Erklärung

der Herren von ^>ybel und Dr. Roser die Gespräche Friedrichs des Großen mit de (Latt betreffend.

ch habe geschwankt, ob ich auf die vor einigen Tagen von einer Anzahl deutscher Zeitungen abgedruckte „Erklärung" der Herren von Sybel und vr. Koser mich mit einer Gegenerklärnng an die betreffenden Zeitungen allein wenden oder den gegen mich, be­ziehentlich gegen meine Firma gerichteten Angriffen an dieser Stelle entgegentreten sollte. Da ich Herrn von Sybel nicht mit wenig Worten zurück­weisen kann und befürchten muß, daß die Zeitungen einer längeren Antwort nicht so willfährig ihre Spalten öffnen möchten wie der „Erklärung" des Herrn Archivdirektors, so habe ich das letztere vorgezogen, umsomehr, als die Hand-