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Giuseppe Ganbaltn.
rechtigung bestreiten zu wollen, und mir mit der Hoffnung, daß die schöne» Dinge, die England nach dem Londoner Blatte in Ägypten vorhat, unter der Wahrung dieses Interesses nicht leiden.
Giuseppe Gcrribaldi.
(Schluß.)
ie Charaktereigenschaften, welche in Garibaldi, dem Privatmanne, neben Mut, Trene und Sündhaftigkeit am hellsten leuchten, sind Herzensgüte, Uneigennützigkeit und Wahrhaftigkeit. Die erstere erklärte er selbst für eiu Erbteil seiner geliebten, im Leben wie im Tode von ihm hochverehrten Mntter. Es war nicht etwa jene schwächliche, passive Gutmütigkeit, welche mehr eine Temperaments- als eine Charaktereigenschaft, sich trefflich mit dein schlimmsten Egoismus verträgt und doch nicht selten mißbräuchlich mit dem Namen jener hohen Tilgend geehrt wird; sie offenbarte sich vielmehr als eine solche bei jeder Gelegenheit dnrch Thaten, auch durch solche, die mit Gefahren und Opfern verknüpft waren. Notleidenden Hilfe zu spenden war ihm lebhaftes Bedürfnis, er unterstützte sie mit Rat nnd That oft über seine Mittel hinaus, ohne zu beachten, daß seine allzugroße Freigebigkeit ihn selbst und die Semen zuweilen in bittere Verlegenheit zu bringen drohte. Er tröstete die Armen und Bedrängten, denen er uicht zu helfen vermochte, und vertrat ihre Sache mächtigen Bedrängern gegenüber mit glühendem Eifer. Er, der nie eine Gnnst für sich erbat, bestürmte die Behörden mit Bitten, wo es sich um die Befreiung eines seiner Überzengung nach unschuldig Verfolgtem, um die Unterstützung eiues Unglücklichem oder die Belohnung eines verkannten Verdienstes handelte. Wo eiu Menschenleben in Gesahr schwebte, zögerte er nie, das eigne aufs Spiel zn setzen, um das fremde zu erhalten. Schon als siebenjähriger Knabe rettete er schwimmend eine dem Ertrinken nahe Fran nnd später nach nnd nach noch zwölf Personen znm Teil mit dringender Gefahr des eignen Lebens vom Wnssertvde. Für sich selbst beanspruchte er keinen Lohn, weder Ehren noch Schätze. Als Befehlshaber der italienischen Legion in Montevideo war er, „der einzige Uneigennützige unter lauter habsüchtigen Egoisten," wie ihn der englische Vermittler Lord Howden nannte, so arm, daß er abends mit seiner Gattin im Dunkeln saß, weil er kein Geld hatte, sich eiu Licht zu kaufen. Der Eroberer und Diktator Unteritaliens kehrte mit 1200 Franken Vermögen nach Cnprera zurück und lebte dort mit den Seinen von harter Arbeit seiner Hände. Äußere Ehrenzeichen waren nicht